Meine Geschichte Teil 1: Wenn das soziale Umfeld wegbricht

Ich möchte dich in den nächsten Berichten mit in meine Geschichte nehmen und dir ganz offen erzählen, welche Ereignisse mein Leben positiv und negativ verändert haben.

Los ging es im Jahr 2011, als mein soziales Umfeld zu großen Teilen wegbrach.

Vorab möchte ich noch betonen, dass ich niemandem, der daran beteiligt war, die Verantwortung dafür geben möchte, dass es mir schlecht ging. Es war ausschließlich meine Art damit umzugehen!

Ich stand kurz vor dem Abschluss meines Studiums, als sich mein erster Freund von mir trennte. Da kam mir meine Abschlussarbeit gerade recht- ich stürzte mich in die Arbeit und lenkte mich außerdem ab, indem ich sehr oft mit Freunden feiern ging. So hatte ich keine Zeit, um lange über die Trennung nachzudenken und ließ Traurigkeit einfach nicht zu.

Nachdem ich mein Studium erfolgreich beendet hatte, beschlossen meine Mitbewohnerin und ich unsere „Studenten- WG“ aufzulösen und uns eigene Wohnungen zu suchen.
Sie war für mich wie ein Familienersatz, da ich als ich mit 18 Jahren nach Hamburg gezogen bin, dort niemanden kannte und wir sehr viel Zeit miteinander verbracht haben. Als ich mich dann drei Jahre später auf die Suche nach meiner ersten eigenen Wohnung machte, war mir noch gar nicht bewusst, was für ein großer Schritt das für mich sein wird.

Etwa zur selben Zeit verkündeten meine Eltern mir, dass sie sich scheiden ließen. Und das riss mir rückblickend dann endgültig den Boden unter den Füßen weg. Es war zwar keine wirkliche Überraschung für mich, da ich natürlich mitbekommen habe, dass meine Eltern sich schon lange voneinander entfernt hatten, aber ich habe dennoch nicht damit gerechnet, dass sie es tatsächlich tun werden.
Auch in diesem Fall ließ ich keine Traurigkeit zu. Ich dachte mir „Ich bin alt genug. Das ist doch nicht so schlimm. Ich muss damit klarkommen…“ Ich kann mich nicht daran erinnern, dass ich einmal geweint habe.

Diese drei Ereignisse haben dazu geführt, dass ich mich zum ersten Mal in meinem Leben alleine gefühlt habe. Ich musste plötzlich erwachsen werden und die Verantwortung für mein Leben übernehmen. Das Alles war mir währenddessen überhaupt nicht bewusst, denn ich habe mich ja immer abgelenkt- der erste Job, die erste eigene Wohnung,… Da war kein Platz für Traurigkeit!

Heute kann ich jedoch sagen, dass sich negative Emotionen nicht einfach so wegdrücken lassen und dann sind sie für immer weg. Bei mir haben sie sich ihren Weg gesucht und einige Zeit später in Extremen gezeigt. Daraus habe ich also gelernt, dass es so wichtig ist, negative Ereignisse zu verarbeiten und sich dafür Zeit zu nehmen. Das gehört zum Leben dazu, es verläuft nicht linear, sondern wie eine Berg- und Talfahrt.

Wir haben verschiedene Säulen im Leben, die uns Stabilität geben. Neben dem sozialen Netz gehören beispielsweise die Finanzen, der Beruf, die Gesundheit und die innere Haltung dazu.
Bricht eine dieser Säulen weg, verlieren wir an Stabilität und können schonmal aus dem Gleichgewicht geraten. Dann ist es umso wichtiger, dass die anderen Säulen uns auffangen können.

Heute bin ich dankbar für diese Herausforderungen in meinem Leben, denn sie waren der Startschuss für meine persönliche Entwicklung. Auch wenn der Weg zunächst sehr steinig war und ich einige Krisen durchleben musste, weiß ich heute, wenn ich auf diese Zeit zurückblicke, wofür es gut war und habe daraus das Grundvertrauen entwickelt, dass am Ende immer alles gut wird.

Wenn es im Leben mal nicht so rund läuft

In diesem Artikel berichte ich dir von einer Herausforderung, in der ich mich aktuell befinde und teile 6 Tipps mit dir, die helfen können, wenn es im Leben mal nicht so rund läuft.

Du machst dir Gedanken über die Zukunft, schmiedest Pläne, gehst erste Schritte, bist voller Motivation und Vorfreude und plötzlich wirst du auf deinem Weg unsanft ausgebremst. Von einem Moment auf den anderen zerplatzt dein Traum wie eine Seifenblase und anstatt einen Schritt vorwärts zu gehen, wirst du drei Schritte zurückgeworfen.

Ich befinde mich aktuell in genau so einer Situation und vielleicht kennst du das auch.

Ich bin bereit für Veränderung und kann sie momentan einfach nicht in die Tat umsetzen, weil mein eigentlich so gut und lang durchdachter Plan nicht aufgeht und sich so schnell auch keine Alternative finden lässt.

Ich bin emotional aufgewühlt, fühle mich traurig, enttäuscht und sogar ein wenig verzweifelt weil ich nicht weiß, wie ich mit der Situation umgehen soll. Impulsiv meldet sich das trotzige Kind in mir, das sagt: „Dann lass´ ich es halt und alles bleibt beim Alten.“ Doch dieser Gedanke schmerzt fast noch mehr, denn ich will doch unbedingt weiterkommen und nicht länger auf der Stelle treten.

Es fällt mir schwer zu glauben, was all die Speaker und Persönlichkeitsentwickler immer prädigen: „Das alles passiert aus einem ganz bestimmten Grund.“ „Es wartet nur noch etwas Besseres auf dich.“ „Das Leben ist immer für dich.“… Obwohl ich diese Sätze selbst oft in den Mund nehme, kann ich mir gerade beim besten Willen nicht vorstellen, wofür das gut sein soll. Es fällt eben leichter so etwas aus der Entfernung zu sagen, als wenn man gerade mitten in einer Krise steckt und es sich einfach so sehr anders gewünscht hat.

Und trotzdem versuche ich mich nach dem ersten Gefühlsausbruch langsam wieder zu fangen und einen klaren Kopf zu bekommen. Es ist voll okay und auch wichtig mal wütend oder traurig zu sein und den Emotionen freien Lauf zu lassen. Aber es bringt mich nicht weiter, länger in meinen negativen Emotionen zu verharren.

Ich überlege mir also, was mir in diesem Moment helfen kann und was ich gerade brauche. Anstatt das Ganze in mich „reinzufressen“, wie ich es sonst so oft tue, möchte ich mich mitteilen und greife zum Handy, um mir nahestehenden Personen davon zu erzählen. Nach dem ersten Gespräch geht es mir schon ein wenig besser. Es tut einfach gut, ein offenes Ohr zu haben, dem ich meine Gefühle ausschütten kann.

Eine weitere Art mich mitzuteilen ist dieser Beitrag, in dem ich genau darüber berichte.
Ich saß eigentlich gerade an einem anderen Blogartikel, als mich die Nachricht erreichte, die mich knallhart auf den Boden der Tatsachen holte. Also warf ich den alten Text über Bord und fing direkt an, meine Gefühle in Worte zu fassen.
Das Schreiben ist für mich ein sehr schönes Tool, wenn ich weder darüber reden, noch unterdrücken möchte, was mich beschäftigt. Es hat mir schon so oft geholfen.

Und nun, wo ich meinen Liebsten davon erzählt habe und diese Zeilen hier schreibe, wie könnte es weitergehen? Diese Frage lässt sich schwer beantworten. Doch zu Beginn habe ich schon beschrieben, was ich nicht möchte: Aufgeben und alles beim Alten belassen und damit weiter auf der Stelle treten. Stattdessen möchte ich weiterkommen und trotz der Niederlage an meinem Traum festhalten.

Ich gehe also nochmal zurück auf den Startknopf und möchte es erneut versuchen, nur diesmal mit neuen Erkenntnissen im Gepäck, die ich aus meiner Erfahrung mitgenommen habe.

Eine wahrscheinlich sehr wichtige Erkenntnis ist, sich immer nur auf den nächsten Schritt zu fokussieren und nicht zu weit in die Zukunft zu denken.
Ich war in meiner Situation gedanklich schon fünf Schritte weiter, habe mir genau ausgemalt wie es sein wird und mich damit emotional auf die Veränderung eingestellt, obwohl ich noch gar nicht wusste, ob es überhaupt zustande kommt. Deshalb war die Enttäuschung umso größer, denn es ist nicht bloß ein Schritt missglückt, sondern auch alle weiteren.

Außerdem möchte ich mir Kompromisse überlegen. Meine absolute Traumvorstellung ist nicht eingetroffen und dasselbe wird auch nicht nochmal eintreffen- Punkt. Das ist leider so. Also überlege ich mir, auch wenn es schwer fällt, welche Alternativen gibt es? Was könnte mir auch gefallen und mich glücklich machen?
Dieser Schritt braucht womöglich etwas Zeit. Anfangs ist die Enttäuschung einfach zu groß.

Ich werde nun also erstmal ein wenig Gras über die Sache wachsen lassen, bevor ich mich neu orientiere. Das Wichtigste ist wohl, nach einer Niederlage nicht einfach aufzugeben, sondern wieder aufzustehen und an seinen Träumen festzuhalten.

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Ich fasse noch einmal die Schritte, die mir aktuell helfen und vielleicht auch dir in einer schwierigen Situation helfen können, zusammen:

  1. Lass deinen Emotionen freien Lauf!
  2. Teile dich anderen mit, indem du darüber redest oder schreibst.
  3. Wie könnte es für dich weitergehen?
    – Was wünschst du dir?
    – Was möchtest du nicht?
  4. Nutze deine Erfahrung, um daraus zu lernen. – Was kannst du beim nächsten Mal besser machen?
  5. Welche Kompromisse bist du bereit einzugehen?
  6. Fokussiere dich auf den nächsten, kleinstmöglichen Schritt.

Falls du Interesse daran hast, mit mir gemeinsam an deiner persönlichen Herausforderung zu arbeiten, kontaktiere mich gerne für ein Coaching.
Ich freue mich auf dich!

Triff Entscheidungen!

Dieser Artikel handelt von Entscheidungen und warum es so wichtig für uns ist, sie zu treffen. Ich möchte ihn mit einer kleinen Geschichte einleiten:

Es war einmal ein kleiner Bach, der an den Rand einer großen Wüste kam. Dort hörte er eine Stimme sagen: „Los, fließ ruhig weiter.“ Aber der Bach fürchtete sich vor dem Neuen und Unbekannten. Er hatte Angst vor der Veränderung, weil er ja nicht wusste, was passieren würde wenn er in die Wüste fließt. Der Bach wollte zwar mehr Wasser haben und ein schöneres Leben führen, aber er wollte sich nicht verändern und kein Risiko eingehen.
Doch wieder sprach die Stimme: „Wenn du diesen Schritt nicht wagst, dann wirst du nie erfahren, wozu du in der Lage bist. Vertraue einfach darauf, dass du auch in einer neuen Umgebung zurechtkommst. Fließe ruhig weiter.“
Da entschloss sich der Bach das Risiko einzugehen und floss weiter, auch wenn ihm nicht ganz wohl dabei war. Auf seinem Weg durch die Wüste wurde es immer heißer und schließlich verdunstete der Bach. Die aufgestiegenen kleinen Tröpfchen sammelten sich oben in der Luft, wo sie dann Wolken bildeten, die über die Wüste zogen. Die Wolken reisten viele Tage, bis sie hinter der Wüste zum großen Meer kamen, wo sie sich schließlich leer regneten.
Der Bach führte nun ein viel schöneres Leben, als er jemals zu träumen gewagt hatte. Während er sich sanft von einer Welle tragen ließ, überlegte er lächelnd: „Ich habe mehrmals meine Daseinsform verändert, und doch bin ich nun mehr ich selbst als je zuvor.“

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In meinem Coaching begegnen mir immer wieder Menschen, die etwas verändern wollen, weil sie mit ihrer aktuellen Lebenssituation unzufrieden sind, aber die gleichzeitig auch Angst vor der Veränderung haben und sich nicht bereit fühlen.

Eine Veränderung bedeutet, dass unter Umständen vieles anders wird: Vielleicht ist es der gewohnte Tagesablauf, der Wohnort, das soziale Umfeld, oder die finanzielle Situation. Eine solche Veränderung ist zunächst einmal mit Aufwand verbunden und deshalb oftmals mit vielen Argumenten, die gegen eine Veränderung sprechen.

Warum ist es also so wichtig, sich trotzdem für eine Veränderung zu entscheiden?
Weil die größte Veränderung IN uns stattfindet. Menschen, die sich verändern möchten, sind unglücklich mit ihrer aktuellen Situation. Es geht um das Gefühl, welches sich verändern muss, um ein erfüllteres Leben zu führen.

Stell dir einmal kritisch die Frage: Möchtest du langfristig so bleiben, wie du bist? Oder hast du das Gefühl, noch nicht „fertig“ oder „angekommen“ zu sein; möchtest wachsen und dich positiv verändern? Dann ist es jetzt an der Zeit, Entscheidungen zu treffen.

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Ich selbst kenne dieses Gefühl sehr gut. Mit meinem Studium und den ersten sieben Jahren im Beruf habe ich einen Weg eingeschlagen, der sich irgendwann nicht mehr richtig anfühlte. Ich hatte das Gefühl, nicht weiterzukommen, sah kein Entwicklungspotenzial und wollte einfach mehr. Mehr Tiefgründigkeit, mehr Wertschätzung, mehr Sinn. Also traf ich nach einiger Zeit die Entscheidung, etwas zu verändern und überlegte, wie ich es angehen könnte.

Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen, denn ich hatte einen sicheren Job, der mir mein Leben finanzierte und war nicht bereit diese Sicherheit komplett aufzugeben. Außerdem hatte ich das Gefühl die letzten zehn Jahre, die ich mit meinem Studium und dem Beruf verbrachte, einfach wegzuschmeißen und dass dann ja alles umsonst gewesen ist. Diese Argumente ließen mich meine Entscheidung immer wieder aufschieben und ich machte noch einige Zeit so weiter wie bisher, obwohl ich mit der Situation unzufrieden war und das Gefühl hatte, meine Zeit zu vergeuden.

Schließlich kam ich immer häufiger an den Punkt, an dem ich merkte, ich kann so einfach nicht weitermachen und muss etwas verändern. Auch mein Körper sendete mir eindeutige Warnsignale, indem ich immer häufiger krank wurde und immer weniger Energie hatte. Mir war klar, dass ich meine Entscheidung für Veränderung längst getroffen hatte, also überlegte ich mir genau, womit ich schon jetzt anfangen kann und wie ich in kleinen Schritten aus meiner unglücklichen Situation herauskomme. So habe ich für mich einen guten Weg gefunden, ohne dass ich meine Sicherheit von heute auf morgen komplett aufgeben musste. Und dennoch habe ich mich auf Kompromisse einlassen müssen.

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Veränderung ist nicht leicht und passiert auch nicht von heute auf morgen. Nur wer loslässt, hat die Hände frei für neue Ziele und Chancen. Überlege dir also genau, was dir wirklich wichtig ist und was du zum Leben brauchst, wovon du dich nicht trennen möchtest. Und im zweiten Schritt überlege dir, was du bereit bist, für deinen Traum loszulassen, welche kleinen Opfer du heute erbringen kannst, um langfristig ein glücklicheres, erfüllteres Leben zu führen.

„Nur wer loslässt, hat beide Hände frei.“

Ich weiß genau, wofür ich diesen steinigen Weg gehe und habe meine Ziele stets im Blick. Das macht es mir einfach, mich gegen meine graue Vergangenheit und für meine sonnige Zukunft zu entscheiden.

Ein weiterer Tipp ist also: Überlege dir so genau wie möglich, wo du hin möchtest.
Beantworte dir folgende Fragen am besten schriftlich:

Wer will ich in fünf Jahren sein?
Was will ich in fünf Jahren tun?
Was will ich in fünf Jahren haben?

Und dann richte alle zukünftigen Entscheidungen an deinen Zielen aus.

Um deine Motivation zu stärken, kannst du auch noch in die andere Richtung denken und dich fragen „Wie sieht mein Leben in fünf Jahren aus, wenn ich nichts verändere?“

Und da werden viele schon aufschreien und sagen „Oh Gott, nein, das ist keine Option!“. Damit steht die Entscheidung fest, dass du etwas verändern möchtest. Ich rate dir, nicht zu viel Zeit zu verlieren und deine Entscheidung nicht zu lange aufzuschieben, wenn sie doch eigentlich längst feststeht. Überlege dir: Was kannst du heute schon verändern, um deinen Zielen ein kleines Stück näher zu kommen? Und dann bleib dran!

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Falls du das Ganze mit mir gemeinsam in einem Coaching erarbeiten möchtest, kontaktiere mich gerne. Ich begleite dich auf deinem Weg der Veränderung!
Kontakt

„Ohne Dunkelheit können wir das Licht nicht sehen.“

Dieses Zitat ist mir in einem Coaching begegnet und ich möchte dir in diesem Artikel erzählen, was es für mich bedeutet.

Steckst du vielleicht gerade in einer schwierigen Lebensphase und fragst dich, warum ausgerechnet dir das passieren muss?

Nun, ich bin der festen Überzeugung, dass alles in unserem Leben aus einem bestimmten Grund passiert, auch wenn wir diesen oft erst viel später erkennen.

In meinem Leben verändert sich gerade sehr viel zum Positiven und heute verstehe ich, warum ich durch die schlimmen Jahre der Sportsucht, Essstörungen und Depression gehen musste. Ohne diese Erfahrungen wäre ich nicht da, wo ich heute bin. Diese dunkle Zeit hat mich geprägt und auch dazu gebracht, mich tiefgründig mit mir auseinanderzusetzen. In der Therapie habe ich gelernt, auch mal nach Innen zu blicken und mir Fragen zu stellen, wie:

Wie geht es mir denn überhaupt?
Wie fühle ich mich?
Warum tue ich das was ich tue?
Und was wünsche ich mir wirklich?

Meiner Meinung nach sind das ganz bedeutsame Fragen, die sich jeder von uns regelmäßig beantworten sollte.

Es war ein langer Lernprozess, aber heute stehe ich viel mehr mit mir und meinem Körper in Verbindung, nehme es wahr, wenn mich etwas stresst oder berührt und versuche viel achtsamer mit mir umzugehen und meinen Gefühlen Raum zu geben, anstatt sie durch Ablenkung zu blockieren.

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In der Dunkelheit habe ich mich auf die Suche nach dem Licht gemacht.
Ich habe nach einiger Zeit erkannt, dass ich nicht mehr der Mensch sein wollte, der ich war und wollte meinem Leben mehr Sinn geben. So fing ich an, mich mit Themen wie Persönlichkeitsentwicklung und Spiritualität auseinanderzusetzen und saugte wie ein Schwamm alles auf, was mir die Frage beantworten könnte, wer ich überhaupt sein will. Diese Frage lässt sich nicht von heute auf morgen beantworten. Bei mir ist es ein jahrelanger Prozess und ich kann immernoch nicht sagen, dass ich bei der Antwort angekommen bin. Aber ich spüre, dass ich auf dem richtigen Weg bin, nämlich auf meinem persönlichen, authentischen Weg.

Heute bin ich dankbar für alles, was ich damals erfahren habe und so absurd es klingen mag, ich würde im Nachhinein nicht auf diese Erlebnisse verzichten wollen, auch wenn sie so schmerzhaft waren. Auf meinem Weg der Genesung ist in mir der tiefe Wunsch entstanden, mich für andere Frauen einzusetzen, die ebenfalls eine schwierige Zeit durchleben. Ich möchte ihnen gerne eine Stütze sein und sie auf dem Weg zu ihrem Licht begleiten.

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Das Licht steht für mich auch für Optimismus. Durch meine Lebenserfahrungen habe ich eine sehr optimistische Lebenseinstellung bekommen, weil ich darauf vertraue, dass am Ende immer alles gut wird. Es gibt immer ein Licht am Ende des Tunnels!

Ich bin offen für Veränderung, kann Altes loslassen, möchte nicht länger an negativen Glaubenssätzen festhalten und mich Neuem voller Vorfreude öffnen. Ich genieße das Abenteuer der Veränderung und kann kaum erwarten, was noch auf mich zukommt.

„Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen.“

Falls auch du Lust auf Veränderung hast und dich auf die Suche nach deinem Licht machen möchtest, schreibe mir gerne eine E- Mail. Ich freue mich auf dich!

Der Fischer und der Geschäftsmann

Viele kennen die Geschichte vom Fischer und dem Geschäftsmann. Ich selbst habe sie schon mehrmals gehört und kann sie gar nicht oft genug hören, da sie so eine wertvolle Botschaft enthält. Sie ist mir zuletzt in dem Buch „Das Café am Rande der Welt“ begegnet, welches ich aktuell lese, und nun möchte ich dir (nochmal) vom Fischer und dem Geschäftsmann erzählen.

Der Geschäftsmann fuhr in den Urlaub in ein kleines Dorf am Meer, um sich von seiner Arbeit und seinem stressigen Alltag zu erholen und neue Energie zu tanken. In dem Dorf traf er auf einen Fischer, der fast jeden Tag dasselbe tat: Er frühstückte am Morgen gemeinsam mit seiner Familie und während seine Kinder in die Schule gingen und seine Frau malte, fuhr er zum Fischen raus, um Fisch für die Familienmahlzeiten zu fangen. Er liebte das Angeln und so viele Fische wie er fing, konnte seine Familie gar nicht essen, weshalb er einen Großteil seines Fangs wieder ins Meer frei ließ. Wenn der Fischer von seiner Bootstour zurückkam, machte er ein Nickerchen, aß gemeinsam mit seiner Frau und den Kindern und anschließend verbrachten sie die Abende am Strand.

Der Geschäftsmann konnte gar nicht glauben, was er hörte, als der Fischer ihm von seinem Alltag erzählte. „Sie können noch mehr Fische fangen, als Sie für Ihre Familie benötigen und lassen diese wieder frei?“ fragte er verdutzt. „Aber warum verkaufen Sie denn keine Fische? Dann könnten Sie bald einen eigenen Laden eröffnen und sich irgendwann Angestellte und noch mehr Boote leisten, um immer mehr Fische zu verkaufen. Sie könnten innerhalb von zehn Jahren ein internationales Fischhandelsunternehmen aufbauen und viel Geld mit dem Verkauf von Fischen verdienen.“

Der Fischer lächelte den Geschäftsmann an und fragte: „Und warum sollte ich all das tun?“
„Nun, um eine Menge Geld zu verdienen und sich dann zur Ruhe zu setzen. Und wenn Sie nach einigen Jahren Arbeit in den Ruhestand gehen, könnten Sie tun und lassen was immer Sie möchten.“
„Was immer ich möchte?“ fragte der Fischer. „Ja!“.
„Zum Beispiel gemeinsam mit meiner Familie frühstücken?“ „Ja zum Beispiel!“ antwortete der Geschäftsmann etwas irritiert, weil er mehr Begeisterung für seine Idee erwartet hatte.
„Und anschließend könnte ich zum Fischen rausfahren, weil ich das ja so liebe, und die Abende mit meiner Familie am Strand verbringen?“ ergänzte der Fischer. „Ja genau, was immer Sie möchten.“ sagte der Geschäftsmann.

Der Fischer verabschiedete sich freundlich und wünschte dem Geschäftsmann gute Erholung.

Mir hat diese Geschichte die Augen geöffnet: Wir müssen nicht bis irgendwann warten, um die Dinge zu tun, die wir gerne machen möchten.
Wir arbeiten aufs Wochenende hin, auf den nächsten Urlaub oder auf den Ruhestand, um uns dann von der Arbeit zu erholen und das zu tun, was wir wirklich tun möchten.

Aber wer hat uns denn gesagt, dass wir nicht von unserer Leidenschaft leben können? Wer hat uns beigebracht, dass wir unser halbes Leben mit einem Beruf Geld verdienen müssen, der nicht unserem Zweck der Existenz entspricht und uns im schlimmsten Fall sogar krank macht?

Der Fischer lebt nicht in finanziellem Reichtum und hat dennoch alles, was er zum Leben braucht und ist dabei auch noch glücklich. Während der Geschäftsmann viel Geld verdienen muss, um in den Urlaub fahren zu können und sich von seiner Arbeit zu erholen.

Man könnte jetzt denken, wenn alle nur noch das täten, was sie wirklich tun möchten und was sie glücklich macht, dann würde niemand mehr arbeiten. Aber das stimmt nicht, denn das hätte nichts mit unserem Zweck der Existenz zu tun. Jeder einzelne von uns ist mit einer Aufgabe auf diese Welt gekommen. Eine Aufgabe, die der Menschheit dienen soll. Wir können nur glücklich und erfüllt leben, wenn wir andere glücklich machen. Was zählt ist also, herauszufinden, was unsere Aufgabe ist, unser Zweck der Existenz und der Grund, weshalb wir hier sind.

Wenn wir das schaffen, müssen wir uns keine Sorgen darüber machen, wie wir davon leben können.

Vielleicht kennst du Menschen, die erfolgreich sind in dem was sie tun und die eine Menge Glück zu haben scheinen. Alles scheint ihnen zuzufliegen und es passieren glückliche Zufälle, die dir niemals passieren würden. Das ist das Gesetz der Anziehung. Wer Gutes mit Leidenschaft tut, zieht auch Gutes an. Du wirst Andere von deiner Passion begeistern und Hilfe bekommen- egal ob vom Universum oder von Menschen in deinem Umfeld. Vertraue darauf, dass es funktionieren wird, wenn du wirklich deiner Leidenschaft nachgehst und die Aufgabe erfüllst, für die du hier bist.

Das klingt jetzt vielleicht etwas überfordernd, so als müssten wir etwas Großes erschaffen und die Welt verändern, aber so ist es nicht. Nehmen wir nochmal den Fischer als Beispiel: Er dient seiner Familie, indem er sie versorgt und Zeit für sie hat. Der Fischer macht seine Frau und seine Kinder glücklich, indem er tut, was ihn glücklich macht. Die Familie hat mit Sicherheit mehr von einem glücklichen, entspannten Vater, als von einem viel beschäftigten Geschäftsmann, der nach einem langen Tag gestresst nach Hause kommt und sich erstmal von der Arbeit erholen muss.

Der Zweck der Existenz ist für jeden von uns ganz individuell und oft ist es eine lange und steinige Reise, bis wir gefunden haben, wofür wir hier sind.

Die Bücher „The Big Five For Live“ und „Das Café am Rande der Welt“ von John Strelecky kann ich jedem ans Herz legen, der sich mit seiner Aufgabe für die Welt auseinandersetzen möchte.

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