„Ohne Dunkelheit können wir das Licht nicht sehen.“

Dieses Zitat ist mir in einem Coaching begegnet und ich möchte dir in diesem Artikel erzählen, was es für mich bedeutet.

Steckst du vielleicht gerade in einer schwierigen Lebensphase und fragst dich, warum ausgerechnet dir das passieren muss?

Nun, ich bin der festen Überzeugung, dass alles in unserem Leben aus einem bestimmten Grund passiert, auch wenn wir diesen oft erst viel später erkennen.

In meinem Leben verändert sich gerade sehr viel zum Positiven und heute verstehe ich, warum ich durch die schlimmen Jahre der Sportsucht, Essstörungen und Depression gehen musste. Ohne diese Erfahrungen wäre ich nicht da, wo ich heute bin. Diese dunkle Zeit hat mich geprägt und auch dazu gebracht, mich tiefgründig mit mir auseinanderzusetzen. In der Therapie habe ich gelernt, auch mal nach Innen zu blicken und mir Fragen zu stellen, wie:

Wie geht es mir denn überhaupt?
Wie fühle ich mich?
Warum tue ich das was ich tue?
Und was wünsche ich mir wirklich?

Meiner Meinung nach sind das ganz bedeutsame Fragen, die sich jeder von uns regelmäßig beantworten sollte.

Es war ein langer Lernprozess, aber heute stehe ich viel mehr mit mir und meinem Körper in Verbindung, nehme es wahr, wenn mich etwas stresst oder berührt und versuche viel achtsamer mit mir umzugehen und meinen Gefühlen Raum zu geben, anstatt sie durch Ablenkung zu blockieren.

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In der Dunkelheit habe ich mich auf die Suche nach dem Licht gemacht.
Ich habe nach einiger Zeit erkannt, dass ich nicht mehr der Mensch sein wollte, der ich war und wollte meinem Leben mehr Sinn geben. So fing ich an, mich mit Themen wie Persönlichkeitsentwicklung und Spiritualität auseinanderzusetzen und saugte wie ein Schwamm alles auf, was mir die Frage beantworten könnte, wer ich überhaupt sein will. Diese Frage lässt sich nicht von heute auf morgen beantworten. Bei mir ist es ein jahrelanger Prozess und ich kann immernoch nicht sagen, dass ich bei der Antwort angekommen bin. Aber ich spüre, dass ich auf dem richtigen Weg bin, nämlich auf meinem persönlichen, authentischen Weg.

Heute bin ich dankbar für alles, was ich damals erfahren habe und so absurd es klingen mag, ich würde im Nachhinein nicht auf diese Erlebnisse verzichten wollen, auch wenn sie so schmerzhaft waren. Auf meinem Weg der Genesung ist in mir der tiefe Wunsch entstanden, mich für andere Frauen einzusetzen, die ebenfalls eine schwierige Zeit durchleben. Ich möchte ihnen gerne eine Stütze sein und sie auf dem Weg zu ihrem Licht begleiten.

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Das Licht steht für mich auch für Optimismus. Durch meine Lebenserfahrungen habe ich eine sehr optimistische Lebenseinstellung bekommen, weil ich darauf vertraue, dass am Ende immer alles gut wird. Es gibt immer ein Licht am Ende des Tunnels!

Ich bin offen für Veränderung, kann Altes loslassen, möchte nicht länger an negativen Glaubenssätzen festhalten und mich Neuem voller Vorfreude öffnen. Ich genieße das Abenteuer der Veränderung und kann kaum erwarten, was noch auf mich zukommt.

„Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen.“

Falls auch du Lust auf Veränderung hast und dich auf die Suche nach deinem Licht machen möchtest, schreibe mir gerne eine E- Mail. Ich freue mich auf dich!

Wie sich mein Wunsch entwickelt hat, Coach zu werden

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„Hilfe, nicht noch ein Coach!“ Wird der eine oder andere jetzt sagen, da sich dieser Beruf in den letzten Jahren regelrecht zu einem Trend entwickelt hat und sich theoretisch jeder, auch ohne entsprechende Ausbildung, Coach nennen darf, weil es sich um keinen geschützten Beruf handelt. Daher mag ich die Bezeichnung „Coach“ nicht sonderlich und würde mich vielleicht eher als Wegbegleiter, Zuhörer, Gesprächspartner, Motivator oder Ähnliches bezeichnen.

Der Wunsch andere auf ihrem Weg in ein glücklicheres, gesünderes und erfüllteres Leben zu begleiten, entstand eigentlich schon vor vier Jahren, im Jahr 2014.
Zu der Zeit ging es mir selbst sehr schlecht, ich war am tiefsten Punkt meines bisherigen Lebens angekommen und mir war nicht klar ob und wie ich da jemals wieder rauskommen kann.

Zu der Zeit fasste ich einen Entschluss: Wenn ich es irgendwann schaffen sollte, wollte ich mich für andere, vor allem für junge Frauen, einsetzten, denen es ähnlich geht wie mir zu dieser Zeit. Ich wollte, dass ich das alles nicht umsonst durchlebe und war davon überzeugt, dass diese Erfahrungen einen tieferen Sinn haben werden.

Dann verschwand dieser Gedanke erstmal wieder in den Hintergrund, da ich die nächsten zwei bis drei Jahre nur mit mir und meiner Genesung beschäftigt war.

Heute kann ich voller Dankbarkeit sagen, dass ich es geschafft habe. Natürlich bleibt da die Sensibilität, die Verletzlichkeit und vielleicht kommt auch nochmal ein kleiner Rückschlag. Aber es geht um das Grundgefühl, welches heute ein völlig anderes ist. Von Hass, Trauer und Hoffnungslosigkeit hin zu Glück, Liebe und Vertrauen. Ich habe das Gefühl, ich kann diesen Abschnitt nun hinter mir lassen und da kam der Wunsch von früher wieder in mir hoch. Es war nicht nur eine kurze Träumerei, sondern ein tiefer Wunsch, der sich immer mehr in mir gefestigt hat. Wenn ich es geschafft habe, können andere es auch schaffen und ich möchte sie gerne dabei unterstützen.

Zudem wurde mein Bedürfnis immer größer, etwas Sinnvolles zu tun. Ich möchte nicht einfach nur arbeiten, um meine Miete zahlen zu können, ohne jegliche Passion für meinen Beruf. Ich möchte meine Erfahrungen nutzen, um anderen dabei helfen zu können ihren Weg zu finden und ein erfülltes Leben zu führen. So entschied ich mich schließlich für eine zertifizierte Ausbildung zum systemischen Coach und Prozessbegleiter und freue mich auf die Menschen, die ich auf ihrer Reise in ein glücklicheres, gesünderes und erfülltes Leben begleiten darf.

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Wie beginnt man so eine Seite?
Was sollte in dem ersten Artikel stehen?
Ich habe keine Ahnung.
Ich habe keine Ahnung wo diese Reise hingeht; habe kein konkretes Ziel vor Augen. Muss ich das? Nein! Wichtig ist, einfach erstmal anzufangen, einen Fuß vor den anderen zu setzen und Vertrauen in das zu haben, was ich tue.

Ich weiß nicht wirklich, ob sich das hier jemals irgendjemand durchlesen wird, doch ich hatte immer diesen einen Traum: Irgendwann möchte ich mit meiner Geschichte rausgehen, möchte mich und meine Erfahrungen mitteilen und im besten Fall den Einen oder Anderen inspirieren.

Irgendwann. Wenn ich mehr Zeit habe, oder wenn es sich irgendwie ergibt… Doch wie bei so vielen Dingen im Leben gibt es auch hierfür nicht den richtigen Zeitpunkt. Wie oft saß ich abends nach Feierabend auf der Couch und habe mir gedacht „Heute könnte ich mal etwas schreiben.“ und habe es dann doch nicht getan, weil ich zu kaputt war, oder weil es ja schon so spät war und ich lieber ins Bett gehen sollte, oder weil ich dann doch stundenlang auf Instagram hängen blieb. Es gibt viele Ausreden und wenn ich auf den richtigen Zeitpunkt warte, um endlich anzufangen, tue ich es womöglich nie.

So platzen Träume wie Seifenblasen, weil ich mich vom eigentlich langweiligen Fernsehprogramm berieseln lasse oder weil ich mein unaufgeregtes Leben auf Social Media mit den wesentlich spannender erscheinenden Leben fremder Menschen vergleiche und mir denke „So etwas würde ich auch gerne mal machen…“ Wer oder was hält mich denn davon ab? Ich bin es selbst! Es sind die Zweifel und Gewohnheiten, der fehlende Mut. Ich alleine bin dafür verantwortlich, wenn ich nicht das Leben lebe, welches ich gerne leben möchte. Ich halte mich zurück, weil es vielleicht bequemer oder unkomplizierter ist einfach so weiterzumachen wie bisher. Aber ich weiß, dass ich noch lange nicht an meinem Ziel angekommen bin. Ich stehe noch ganz am Anfang meiner Reise ins Ungewisse.
Eine Reise, die Mut erfordert, weil sie holprig werden könnte, aber vielleicht werde ich am Ende mit einem tollen Sonnenaufgang an einem einzigartigen Ort belohnt. Meine Neugier ist stärker als die Zweifel und Ängste und lässt mich nun endlich losgehen.

Bis jetzt ist da bloß ein sanftes Gefühl, wie eine leise Stimme, die mir immer wieder ins Ohr flüstert: „Celina, geh los. Es ist wichtig, dass du das tust. Vertrau dir, es wird gut!“ Ich habe lange gewartet, aber nun habe ich mich entschieden zu vertrauen. Oft bin ich gesteuert von meinem Verstand, von meinen Zweifeln, überdenke und plane alles bis ins kleinste Detail. Doch das Leben hat mir schon oft gezeigt, dass es sich nicht planen lässt. Es hält immer wieder neue Überraschungen und Abenteuer für uns bereit; stellt uns vor Herausforderungen- das ist Leben.

Also warum sollte ich schon jetzt, ganz am Anfang, einen genauen Plan haben, um später festzustellen, dass das alles ja so nicht funktioniert und enttäuscht die Flinte ins Korn zu schmeißen. Ich habe eine Vision, die mir sagt, dass ich meinen kleinen Teil zu einer besseren Welt beitragen möchte und lasse mich auf meinem Weg dorthin vom Leben überraschen.

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Fotos von Hannah Dennis

 

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Hab Vertrauen!
Lass dich überraschen!