Triff Entscheidungen!

Dieser Artikel handelt von Entscheidungen und warum es so wichtig für uns ist, sie zu treffen. Ich möchte ihn mit einer kleinen Geschichte einleiten:

Es war einmal ein kleiner Bach, der an den Rand einer großen Wüste kam. Dort hörte er eine Stimme sagen: „Los, fließ ruhig weiter.“ Aber der Bach fürchtete sich vor dem Neuen und Unbekannten. Er hatte Angst vor der Veränderung, weil er ja nicht wusste, was passieren würde wenn er in die Wüste fließt. Der Bach wollte zwar mehr Wasser haben und ein schöneres Leben führen, aber er wollte sich nicht verändern und kein Risiko eingehen.
Doch wieder sprach die Stimme: „Wenn du diesen Schritt nicht wagst, dann wirst du nie erfahren, wozu du in der Lage bist. Vertraue einfach darauf, dass du auch in einer neuen Umgebung zurechtkommst. Fließe ruhig weiter.“
Da entschloss sich der Bach das Risiko einzugehen und floss weiter, auch wenn ihm nicht ganz wohl dabei war. Auf seinem Weg durch die Wüste wurde es immer heißer und schließlich verdunstete der Bach. Die aufgestiegenen kleinen Tröpfchen sammelten sich oben in der Luft, wo sie dann Wolken bildeten, die über die Wüste zogen. Die Wolken reisten viele Tage, bis sie hinter der Wüste zum großen Meer kamen, wo sie sich schließlich leer regneten.
Der Bach führte nun ein viel schöneres Leben, als er jemals zu träumen gewagt hatte. Während er sich sanft von einer Welle tragen ließ, überlegte er lächelnd: „Ich habe mehrmals meine Daseinsform verändert, und doch bin ich nun mehr ich selbst als je zuvor.“

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In meinem Coaching begegnen mir immer wieder Menschen, die etwas verändern wollen, weil sie mit ihrer aktuellen Lebenssituation unzufrieden sind, aber die gleichzeitig auch Angst vor der Veränderung haben und sich nicht bereit fühlen.

Eine Veränderung bedeutet, dass unter Umständen vieles anders wird: Vielleicht ist es der gewohnte Tagesablauf, der Wohnort, das soziale Umfeld, oder die finanzielle Situation. Eine solche Veränderung ist zunächst einmal mit Aufwand verbunden und deshalb oftmals mit vielen Argumenten, die gegen eine Veränderung sprechen.

Warum ist es also so wichtig, sich trotzdem für eine Veränderung zu entscheiden?
Weil die größte Veränderung IN uns stattfindet. Menschen, die sich verändern möchten, sind unglücklich mit ihrer aktuellen Situation. Es geht um das Gefühl, welches sich verändern muss, um ein erfüllteres Leben zu führen.

Stell dir einmal kritisch die Frage: Möchtest du langfristig so bleiben, wie du bist? Oder hast du das Gefühl, noch nicht „fertig“ oder „angekommen“ zu sein; möchtest wachsen und dich positiv verändern? Dann ist es jetzt an der Zeit, Entscheidungen zu treffen.

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Ich selbst kenne dieses Gefühl sehr gut. Mit meinem Studium und den ersten sieben Jahren im Beruf habe ich einen Weg eingeschlagen, der sich irgendwann nicht mehr richtig anfühlte. Ich hatte das Gefühl, nicht weiterzukommen, sah kein Entwicklungspotenzial und wollte einfach mehr. Mehr Tiefgründigkeit, mehr Wertschätzung, mehr Sinn. Also traf ich nach einiger Zeit die Entscheidung, etwas zu verändern und überlegte, wie ich es angehen könnte.

Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen, denn ich hatte einen sicheren Job, der mir mein Leben finanzierte und war nicht bereit diese Sicherheit komplett aufzugeben. Außerdem hatte ich das Gefühl die letzten zehn Jahre, die ich mit meinem Studium und dem Beruf verbrachte, einfach wegzuschmeißen und dass dann ja alles umsonst gewesen ist. Diese Argumente ließen mich meine Entscheidung immer wieder aufschieben und ich machte noch einige Zeit so weiter wie bisher, obwohl ich mit der Situation unzufrieden war und das Gefühl hatte, meine Zeit zu vergeuden.

Schließlich kam ich immer häufiger an den Punkt, an dem ich merkte, ich kann so einfach nicht weitermachen und muss etwas verändern. Auch mein Körper sendete mir eindeutige Warnsignale, indem ich immer häufiger krank wurde und immer weniger Energie hatte. Mir war klar, dass ich meine Entscheidung für Veränderung längst getroffen hatte, also überlegte ich mir genau, womit ich schon jetzt anfangen kann und wie ich in kleinen Schritten aus meiner unglücklichen Situation herauskomme. So habe ich für mich einen guten Weg gefunden, ohne dass ich meine Sicherheit von heute auf morgen komplett aufgeben musste. Und dennoch habe ich mich auf Kompromisse einlassen müssen.

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Veränderung ist nicht leicht und passiert auch nicht von heute auf morgen. Nur wer loslässt, hat die Hände frei für neue Ziele und Chancen. Überlege dir also genau, was dir wirklich wichtig ist und was du zum Leben brauchst, wovon du dich nicht trennen möchtest. Und im zweiten Schritt überlege dir, was du bereit bist, für deinen Traum loszulassen, welche kleinen Opfer du heute erbringen kannst, um langfristig ein glücklicheres, erfüllteres Leben zu führen.

„Nur wer loslässt, hat beide Hände frei.“

Ich weiß genau, wofür ich diesen steinigen Weg gehe und habe meine Ziele stets im Blick. Das macht es mir einfach, mich gegen meine graue Vergangenheit und für meine sonnige Zukunft zu entscheiden.

Ein weiterer Tipp ist also: Überlege dir so genau wie möglich, wo du hin möchtest.
Beantworte dir folgende Fragen am besten schriftlich:

Wer will ich in fünf Jahren sein?
Was will ich in fünf Jahren tun?
Was will ich in fünf Jahren haben?

Und dann richte alle zukünftigen Entscheidungen an deinen Zielen aus.

Um deine Motivation zu stärken, kannst du auch noch in die andere Richtung denken und dich fragen „Wie sieht mein Leben in fünf Jahren aus, wenn ich nichts verändere?“

Und da werden viele schon aufschreien und sagen „Oh Gott, nein, das ist keine Option!“. Damit steht die Entscheidung fest, dass du etwas verändern möchtest. Ich rate dir, nicht zu viel Zeit zu verlieren und deine Entscheidung nicht zu lange aufzuschieben, wenn sie doch eigentlich längst feststeht. Überlege dir: Was kannst du heute schon verändern, um deinen Zielen ein kleines Stück näher zu kommen? Und dann bleib dran!

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Falls du das Ganze mit mir gemeinsam in einem Coaching erarbeiten möchtest, kontaktiere mich gerne. Ich begleite dich auf deinem Weg der Veränderung!
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Warum der Herbst eine gute Zeit ist, um Altes loszulassen

Ich liebe den Herbst, diese gemütliche Jahreszeit, in der die Tage wieder kürzer werden, die Blätter an den Bäumen sich bunt färben und die Sonne alles Gold strahlen lässt. Die Natur zieht sich zurück und bereitet sich auf den Winter vor. Es kommt mir vor als würde sich die Welt etwas langsamer drehen und alles wird irgendwie ein wenig ruhiger. Der Wind pustet die letzten Blätter von den Bäumen und die Natur scheint zu ruhen, bis sie im Frühling schließlich wieder neu erblüht.

Wir sind eins mit der Natur, sie ist unser Ursprung und sie zeigt uns dass das Leben ständig in Bewegung ist. Wir befinden uns in einem Kreislauf aus Neubeginn, dem Aufblühen im Frühling, der Ernte im Sommer, dem Loslassen im Herbst und Ruhen im Winter.

Wir können uns ein Beispiel an der Natur nehmen und den Herbst ebenfalls dafür nutzen, um loszulassen.
Vielleicht gibt es etwas aus der Vergangenheit, an dem du noch festhältst und von dem du dich gerne trennen möchtest. Oder du trägst Glaubenssätze in dir, die dich blockieren, wie zum Beispiel „Ich bin nicht gut genug.“. Und vielleicht hast du Personen in deinem Umfeld, die dir nicht gut tun. Es kann auch ein Gefühl oder eine innere Einstellung sein, wenn du dich beispielsweise oft traurig und bedrückt fühlst, oder eine alte Gewohnheit… Der Herbst gibt uns die Chance, alles zu verabschieden und neue Energie zu tanken.

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Bei mir selbst verändert sich im Moment einiges, beruflich und auch privat. Ich möchte mich diesen Herbst von alten Glaubenssätzen und negativen Gefühlen verabschieden.

Ich habe leider hin und wieder Selbstzweifel und das Gefühl, dass andere besser sind als ich. Wenn ich diese Zweifel jedoch ausschalte und die Dinge einfach tue, habe ich schon oft die Erfahrung gemacht, dass es funktioniert und die Zweifel nur in meinem Kopf existieren und völlig unnötig sind. Sie blockieren mich lediglich auf dem Weg zu meinem Ziel. Ich möchte nun also zu einhundert Prozent die Verantwortung für mein Leben übernehmen und mich nicht von negativen Gefühlen und Glaubenssätzen ausbremsen lassen. Ich möchte mir mehr vertrauen und das Leben leben, welches ich mir wünsche.

„Lieber Herbst, ich schenke dir meine Selbstzweifel und blockierenden Gedanken.“

Was ist es bei dir, wovon möchtest du dich gerne trennen? Nutze diese Zeit dafür und sieh jeden negativen Glaubenssatz, jede Person, die dir nicht gut tut, jede schlechte Gewohnheit, oder was auch immer es bei dir ist, als vertrocknetes Blatt, das vom Wind davongetragen wird.

Schreib mir gerne in die Kommentare oder als persönliche Nachricht, was du loslassen möchtest. Ich freue mich von dir zu lesen!

Falls du noch Hilfe beim Loslassen brauchst, habe ich für die nächsten Wochen ein ganz besonderes Geschenk für dich klicke hier um zu deinem Geschenk zu kommen.