Meine Geschichte Teil 1: Wenn das soziale Umfeld wegbricht

Ich möchte dich in den nächsten Berichten mit in meine Geschichte nehmen und dir ganz offen erzählen, welche Ereignisse mein Leben positiv und negativ verändert haben.

Los ging es im Jahr 2011, als mein soziales Umfeld zu großen Teilen wegbrach.

Vorab möchte ich noch betonen, dass ich niemandem, der daran beteiligt war, die Verantwortung dafür geben möchte, dass es mir schlecht ging. Es war ausschließlich meine Art damit umzugehen!

Ich stand kurz vor dem Abschluss meines Studiums, als sich mein erster Freund von mir trennte. Da kam mir meine Abschlussarbeit gerade recht- ich stürzte mich in die Arbeit und lenkte mich außerdem ab, indem ich sehr oft mit Freunden feiern ging. So hatte ich keine Zeit, um lange über die Trennung nachzudenken und ließ Traurigkeit einfach nicht zu.

Nachdem ich mein Studium erfolgreich beendet hatte, beschlossen meine Mitbewohnerin und ich unsere „Studenten- WG“ aufzulösen und uns eigene Wohnungen zu suchen.
Sie war für mich wie ein Familienersatz, da ich als ich mit 18 Jahren nach Hamburg gezogen bin, dort niemanden kannte und wir sehr viel Zeit miteinander verbracht haben. Als ich mich dann drei Jahre später auf die Suche nach meiner ersten eigenen Wohnung machte, war mir noch gar nicht bewusst, was für ein großer Schritt das für mich sein wird.

Etwa zur selben Zeit verkündeten meine Eltern mir, dass sie sich scheiden ließen. Und das riss mir rückblickend dann endgültig den Boden unter den Füßen weg. Es war zwar keine wirkliche Überraschung für mich, da ich natürlich mitbekommen habe, dass meine Eltern sich schon lange voneinander entfernt hatten, aber ich habe dennoch nicht damit gerechnet, dass sie es tatsächlich tun werden.
Auch in diesem Fall ließ ich keine Traurigkeit zu. Ich dachte mir „Ich bin alt genug. Das ist doch nicht so schlimm. Ich muss damit klarkommen…“ Ich kann mich nicht daran erinnern, dass ich einmal geweint habe.

Diese drei Ereignisse haben dazu geführt, dass ich mich zum ersten Mal in meinem Leben alleine gefühlt habe. Ich musste plötzlich erwachsen werden und die Verantwortung für mein Leben übernehmen. Das Alles war mir währenddessen überhaupt nicht bewusst, denn ich habe mich ja immer abgelenkt- der erste Job, die erste eigene Wohnung,… Da war kein Platz für Traurigkeit!

Heute kann ich jedoch sagen, dass sich negative Emotionen nicht einfach so wegdrücken lassen und dann sind sie für immer weg. Bei mir haben sie sich ihren Weg gesucht und einige Zeit später in Extremen gezeigt. Daraus habe ich also gelernt, dass es so wichtig ist, negative Ereignisse zu verarbeiten und sich dafür Zeit zu nehmen. Das gehört zum Leben dazu, es verläuft nicht linear, sondern wie eine Berg- und Talfahrt.

Wir haben verschiedene Säulen im Leben, die uns Stabilität geben. Neben dem sozialen Netz gehören beispielsweise die Finanzen, der Beruf, die Gesundheit und die innere Haltung dazu.
Bricht eine dieser Säulen weg, verlieren wir an Stabilität und können schonmal aus dem Gleichgewicht geraten. Dann ist es umso wichtiger, dass die anderen Säulen uns auffangen können.

Heute bin ich dankbar für diese Herausforderungen in meinem Leben, denn sie waren der Startschuss für meine persönliche Entwicklung. Auch wenn der Weg zunächst sehr steinig war und ich einige Krisen durchleben musste, weiß ich heute, wenn ich auf diese Zeit zurückblicke, wofür es gut war und habe daraus das Grundvertrauen entwickelt, dass am Ende immer alles gut wird.

Wenn es im Leben mal nicht so rund läuft

In diesem Artikel berichte ich dir von einer Herausforderung, in der ich mich aktuell befinde und teile 6 Tipps mit dir, die helfen können, wenn es im Leben mal nicht so rund läuft.

Du machst dir Gedanken über die Zukunft, schmiedest Pläne, gehst erste Schritte, bist voller Motivation und Vorfreude und plötzlich wirst du auf deinem Weg unsanft ausgebremst. Von einem Moment auf den anderen zerplatzt dein Traum wie eine Seifenblase und anstatt einen Schritt vorwärts zu gehen, wirst du drei Schritte zurückgeworfen.

Ich befinde mich aktuell in genau so einer Situation und vielleicht kennst du das auch.

Ich bin bereit für Veränderung und kann sie momentan einfach nicht in die Tat umsetzen, weil mein eigentlich so gut und lang durchdachter Plan nicht aufgeht und sich so schnell auch keine Alternative finden lässt.

Ich bin emotional aufgewühlt, fühle mich traurig, enttäuscht und sogar ein wenig verzweifelt weil ich nicht weiß, wie ich mit der Situation umgehen soll. Impulsiv meldet sich das trotzige Kind in mir, das sagt: „Dann lass´ ich es halt und alles bleibt beim Alten.“ Doch dieser Gedanke schmerzt fast noch mehr, denn ich will doch unbedingt weiterkommen und nicht länger auf der Stelle treten.

Es fällt mir schwer zu glauben, was all die Speaker und Persönlichkeitsentwickler immer prädigen: „Das alles passiert aus einem ganz bestimmten Grund.“ „Es wartet nur noch etwas Besseres auf dich.“ „Das Leben ist immer für dich.“… Obwohl ich diese Sätze selbst oft in den Mund nehme, kann ich mir gerade beim besten Willen nicht vorstellen, wofür das gut sein soll. Es fällt eben leichter so etwas aus der Entfernung zu sagen, als wenn man gerade mitten in einer Krise steckt und es sich einfach so sehr anders gewünscht hat.

Und trotzdem versuche ich mich nach dem ersten Gefühlsausbruch langsam wieder zu fangen und einen klaren Kopf zu bekommen. Es ist voll okay und auch wichtig mal wütend oder traurig zu sein und den Emotionen freien Lauf zu lassen. Aber es bringt mich nicht weiter, länger in meinen negativen Emotionen zu verharren.

Ich überlege mir also, was mir in diesem Moment helfen kann und was ich gerade brauche. Anstatt das Ganze in mich „reinzufressen“, wie ich es sonst so oft tue, möchte ich mich mitteilen und greife zum Handy, um mir nahestehenden Personen davon zu erzählen. Nach dem ersten Gespräch geht es mir schon ein wenig besser. Es tut einfach gut, ein offenes Ohr zu haben, dem ich meine Gefühle ausschütten kann.

Eine weitere Art mich mitzuteilen ist dieser Beitrag, in dem ich genau darüber berichte.
Ich saß eigentlich gerade an einem anderen Blogartikel, als mich die Nachricht erreichte, die mich knallhart auf den Boden der Tatsachen holte. Also warf ich den alten Text über Bord und fing direkt an, meine Gefühle in Worte zu fassen.
Das Schreiben ist für mich ein sehr schönes Tool, wenn ich weder darüber reden, noch unterdrücken möchte, was mich beschäftigt. Es hat mir schon so oft geholfen.

Und nun, wo ich meinen Liebsten davon erzählt habe und diese Zeilen hier schreibe, wie könnte es weitergehen? Diese Frage lässt sich schwer beantworten. Doch zu Beginn habe ich schon beschrieben, was ich nicht möchte: Aufgeben und alles beim Alten belassen und damit weiter auf der Stelle treten. Stattdessen möchte ich weiterkommen und trotz der Niederlage an meinem Traum festhalten.

Ich gehe also nochmal zurück auf den Startknopf und möchte es erneut versuchen, nur diesmal mit neuen Erkenntnissen im Gepäck, die ich aus meiner Erfahrung mitgenommen habe.

Eine wahrscheinlich sehr wichtige Erkenntnis ist, sich immer nur auf den nächsten Schritt zu fokussieren und nicht zu weit in die Zukunft zu denken.
Ich war in meiner Situation gedanklich schon fünf Schritte weiter, habe mir genau ausgemalt wie es sein wird und mich damit emotional auf die Veränderung eingestellt, obwohl ich noch gar nicht wusste, ob es überhaupt zustande kommt. Deshalb war die Enttäuschung umso größer, denn es ist nicht bloß ein Schritt missglückt, sondern auch alle weiteren.

Außerdem möchte ich mir Kompromisse überlegen. Meine absolute Traumvorstellung ist nicht eingetroffen und dasselbe wird auch nicht nochmal eintreffen- Punkt. Das ist leider so. Also überlege ich mir, auch wenn es schwer fällt, welche Alternativen gibt es? Was könnte mir auch gefallen und mich glücklich machen?
Dieser Schritt braucht womöglich etwas Zeit. Anfangs ist die Enttäuschung einfach zu groß.

Ich werde nun also erstmal ein wenig Gras über die Sache wachsen lassen, bevor ich mich neu orientiere. Das Wichtigste ist wohl, nach einer Niederlage nicht einfach aufzugeben, sondern wieder aufzustehen und an seinen Träumen festzuhalten.

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Ich fasse noch einmal die Schritte, die mir aktuell helfen und vielleicht auch dir in einer schwierigen Situation helfen können, zusammen:

  1. Lass deinen Emotionen freien Lauf!
  2. Teile dich anderen mit, indem du darüber redest oder schreibst.
  3. Wie könnte es für dich weitergehen?
    – Was wünschst du dir?
    – Was möchtest du nicht?
  4. Nutze deine Erfahrung, um daraus zu lernen. – Was kannst du beim nächsten Mal besser machen?
  5. Welche Kompromisse bist du bereit einzugehen?
  6. Fokussiere dich auf den nächsten, kleinstmöglichen Schritt.

Falls du Interesse daran hast, mit mir gemeinsam an deiner persönlichen Herausforderung zu arbeiten, kontaktiere mich gerne für ein Coaching.
Ich freue mich auf dich!

„Ohne Dunkelheit können wir das Licht nicht sehen.“

Dieses Zitat ist mir in einem Coaching begegnet und ich möchte dir in diesem Artikel erzählen, was es für mich bedeutet.

Steckst du vielleicht gerade in einer schwierigen Lebensphase und fragst dich, warum ausgerechnet dir das passieren muss?

Nun, ich bin der festen Überzeugung, dass alles in unserem Leben aus einem bestimmten Grund passiert, auch wenn wir diesen oft erst viel später erkennen.

In meinem Leben verändert sich gerade sehr viel zum Positiven und heute verstehe ich, warum ich durch die schlimmen Jahre der Sportsucht, Essstörungen und Depression gehen musste. Ohne diese Erfahrungen wäre ich nicht da, wo ich heute bin. Diese dunkle Zeit hat mich geprägt und auch dazu gebracht, mich tiefgründig mit mir auseinanderzusetzen. In der Therapie habe ich gelernt, auch mal nach Innen zu blicken und mir Fragen zu stellen, wie:

Wie geht es mir denn überhaupt?
Wie fühle ich mich?
Warum tue ich das was ich tue?
Und was wünsche ich mir wirklich?

Meiner Meinung nach sind das ganz bedeutsame Fragen, die sich jeder von uns regelmäßig beantworten sollte.

Es war ein langer Lernprozess, aber heute stehe ich viel mehr mit mir und meinem Körper in Verbindung, nehme es wahr, wenn mich etwas stresst oder berührt und versuche viel achtsamer mit mir umzugehen und meinen Gefühlen Raum zu geben, anstatt sie durch Ablenkung zu blockieren.

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In der Dunkelheit habe ich mich auf die Suche nach dem Licht gemacht.
Ich habe nach einiger Zeit erkannt, dass ich nicht mehr der Mensch sein wollte, der ich war und wollte meinem Leben mehr Sinn geben. So fing ich an, mich mit Themen wie Persönlichkeitsentwicklung und Spiritualität auseinanderzusetzen und saugte wie ein Schwamm alles auf, was mir die Frage beantworten könnte, wer ich überhaupt sein will. Diese Frage lässt sich nicht von heute auf morgen beantworten. Bei mir ist es ein jahrelanger Prozess und ich kann immernoch nicht sagen, dass ich bei der Antwort angekommen bin. Aber ich spüre, dass ich auf dem richtigen Weg bin, nämlich auf meinem persönlichen, authentischen Weg.

Heute bin ich dankbar für alles, was ich damals erfahren habe und so absurd es klingen mag, ich würde im Nachhinein nicht auf diese Erlebnisse verzichten wollen, auch wenn sie so schmerzhaft waren. Auf meinem Weg der Genesung ist in mir der tiefe Wunsch entstanden, mich für andere Frauen einzusetzen, die ebenfalls eine schwierige Zeit durchleben. Ich möchte ihnen gerne eine Stütze sein und sie auf dem Weg zu ihrem Licht begleiten.

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Das Licht steht für mich auch für Optimismus. Durch meine Lebenserfahrungen habe ich eine sehr optimistische Lebenseinstellung bekommen, weil ich darauf vertraue, dass am Ende immer alles gut wird. Es gibt immer ein Licht am Ende des Tunnels!

Ich bin offen für Veränderung, kann Altes loslassen, möchte nicht länger an negativen Glaubenssätzen festhalten und mich Neuem voller Vorfreude öffnen. Ich genieße das Abenteuer der Veränderung und kann kaum erwarten, was noch auf mich zukommt.

„Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen.“

Falls auch du Lust auf Veränderung hast und dich auf die Suche nach deinem Licht machen möchtest, schreibe mir gerne eine E- Mail. Ich freue mich auf dich!

Warum der Herbst eine gute Zeit ist, um Altes loszulassen

Ich liebe den Herbst, diese gemütliche Jahreszeit, in der die Tage wieder kürzer werden, die Blätter an den Bäumen sich bunt färben und die Sonne alles Gold strahlen lässt. Die Natur zieht sich zurück und bereitet sich auf den Winter vor. Es kommt mir vor als würde sich die Welt etwas langsamer drehen und alles wird irgendwie ein wenig ruhiger. Der Wind pustet die letzten Blätter von den Bäumen und die Natur scheint zu ruhen, bis sie im Frühling schließlich wieder neu erblüht.

Wir sind eins mit der Natur, sie ist unser Ursprung und sie zeigt uns dass das Leben ständig in Bewegung ist. Wir befinden uns in einem Kreislauf aus Neubeginn, dem Aufblühen im Frühling, der Ernte im Sommer, dem Loslassen im Herbst und Ruhen im Winter.

Wir können uns ein Beispiel an der Natur nehmen und den Herbst ebenfalls dafür nutzen, um loszulassen.
Vielleicht gibt es etwas aus der Vergangenheit, an dem du noch festhältst und von dem du dich gerne trennen möchtest. Oder du trägst Glaubenssätze in dir, die dich blockieren, wie zum Beispiel „Ich bin nicht gut genug.“. Und vielleicht hast du Personen in deinem Umfeld, die dir nicht gut tun. Es kann auch ein Gefühl oder eine innere Einstellung sein, wenn du dich beispielsweise oft traurig und bedrückt fühlst, oder eine alte Gewohnheit… Der Herbst gibt uns die Chance, alles zu verabschieden und neue Energie zu tanken.

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Bei mir selbst verändert sich im Moment einiges, beruflich und auch privat. Ich möchte mich diesen Herbst von alten Glaubenssätzen und negativen Gefühlen verabschieden.

Ich habe leider hin und wieder Selbstzweifel und das Gefühl, dass andere besser sind als ich. Wenn ich diese Zweifel jedoch ausschalte und die Dinge einfach tue, habe ich schon oft die Erfahrung gemacht, dass es funktioniert und die Zweifel nur in meinem Kopf existieren und völlig unnötig sind. Sie blockieren mich lediglich auf dem Weg zu meinem Ziel. Ich möchte nun also zu einhundert Prozent die Verantwortung für mein Leben übernehmen und mich nicht von negativen Gefühlen und Glaubenssätzen ausbremsen lassen. Ich möchte mir mehr vertrauen und das Leben leben, welches ich mir wünsche.

„Lieber Herbst, ich schenke dir meine Selbstzweifel und blockierenden Gedanken.“

Was ist es bei dir, wovon möchtest du dich gerne trennen? Nutze diese Zeit dafür und sieh jeden negativen Glaubenssatz, jede Person, die dir nicht gut tut, jede schlechte Gewohnheit, oder was auch immer es bei dir ist, als vertrocknetes Blatt, das vom Wind davongetragen wird.

Schreib mir gerne in die Kommentare oder als persönliche Nachricht, was du loslassen möchtest. Ich freue mich von dir zu lesen!

Falls du noch Hilfe beim Loslassen brauchst, habe ich für die nächsten Wochen ein ganz besonderes Geschenk für dich klicke hier um zu deinem Geschenk zu kommen.

Herbstliche Kürbissuppe

Auch wenn gerade der Sommer nochmal zurück in Deutschland ist, teile ich heute das Rezept meiner Kürbissuppe mit euch, weil ich diese momentan (auch bei warmen Temperaturen) so gerne esse.

Ihr braucht für ca. 4 Portionen:

  • einen (kleinen) Hokkaido- Kürbis
  • 3 große Möhren
  • 3 Kartoffeln (schmeckt auch mit Süßkartoffeln super!)
  • 3 Stangen Sellerie
  • 1 kleines Stück Ingwer (optional)
  • Petersilie
  • Curry, Kurkuma, Pfeffer
  • Gemüsebrühe (ca. 600- 800 ml, je nach Menge und gewünschter Konsistenz)
  • 1 Dose (400 ml) Kokosmilch
  • etwas Kokosöl
  • Topping (optional): Balsamico Creme , Creme Vegan, Kerne-Mix

Den Kürbis, Sellerie, Ingwer, sowie die Möhren und Kartoffeln würfeln und kurz in Kokosöl andünsten. Mit Gemüsebrühe und Kokosmilch aufgießen und ca. 20 Minuten köcheln lassen, bis alles schön weich gekocht ist. Kräuter und Gewürze dazu geben, pürieren und fertig!

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Wusstest du, dass der Kürbis mit seinem Vitalstoff-, Nährstoff- und Ballaststoffreichtum ein echtes Superfood ist? Er steckt voller Vitamin A, C und E, Magnesium, Ballaststoffe, Protein, Pantothensäure, L- Tryptophan, Kalium und Zink und sollte verstärkt bei Leiden wie Entzündungen, Depressionen, Hautirritationen, Nierensteinen und parasitären Infektionen gegessen werden.

Bon appétit!

Keine Lust auf Sport!

Wie du es schaffen kannst, dich regelmäßig zum Sport zu motivieren.

Du möchtest tägliche Bewegung in deinen Alltag integrieren, aber dir fehlt einfach die Motivation, um anzufangen und auch langfristig dranzubleiben? Dann kommen hier meine sechs Tipps für dich, wie du es schaffen kannst eine Sportroutine zu entwickeln.

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Foto von Hannah Dennis

Zu Beginn ist es erstmal wichtig herauszufinden, was du dir von regelmäßigem Sport erhoffst. Welches Ziel möchtest du erreichen? Möchtest du dich allgemein fitter fühlen, deine Kraft oder Ausdauer verbessern oder vielleicht ein wenig abnehmen? Warum möchtest du regelmäßig Sport treiben?

Ich möchte dir einen wichtigen Hinweis für deine Zielfindung mitgeben: Fang klein an! Zu große Ziele bewirken meistens das Gegenteil und demotivieren uns schnell, wenn wir das Gefühl haben das Ziel nicht erreichen zu können. Ich würde dir also nicht raten mit 20 kg Gewichtsverlust oder ab heute täglichen Sport anzufangen. Wenn du gerade mit dem Sport anfängst, ist es doch schon ein Fortschritt mit einer wöchentlichen Einheit anzufangen und wenn dein Körper sich darauf eingestellt hat, kannst du dein Ziel ein wenig steigern. Oder falls du dich einfach etwas vitaler fühlen möchtest, kannst du dich fragen, wie du dir einen aktiveren Lebensstil aneignen kannst, indem du ab jetzt zum Beispiel immer die Treppen anstatt den Aufzug nimmst.

Frage dich also nicht nur, was dein Ziel ist, sondern auch ob es realistisch ist.

Schreib dein Ziel am besten auf ein Blatt Papier, damit du dich immer wieder daran erinnern kannst.

Als ich vor zwölf Jahren mit Fitness angefangen habe, wollte ich mich einfach nur ein wenig fitter fühlen und etwas für meine Gesundheit tun. Das änderte sich nach ein paar Jahren, als ich ehrgeizige sportliche Ziele verfolgte und immer härter trainierte. Heute kann ich das Ganze wieder deutlich gelassener angehen und mache regelmäßig Sport als Ausgleich zu meinem stressigen Alltag, um gesund zu bleiben, aus Selbstliebe und als Trainerin natürlich auch, um andere mit meiner Leidenschaft für Bewegung anzustecken.

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Foto von Hannah Dennis

Als nächsten Schritt kannst du dir einmal vorstellen, du hast dein Ziel schon erreicht und schaffst es nun regelmäßig Sport zu treiben. Was hat sich dadurch in deinem Leben verändert? Wie fühlst du dich durch deine Veränderung? Versuch dich genau in diese Situation hineinzuversetzen und schreibe auch deine Gefühle gerne auf den Zettel zu deinem Ziel.

Wenn ich regelmäßig Sport treibe, fühle ich mich lebendig, glücklich, energiegeladen und stehe viel mehr in Kontakt mit meinem Körper. Gerade an Tagen, an denen nichts so läuft, wie ich es gerne hätte und wenn ich mich müde und ausgelaugt fühle, brauche in Sport umso mehr. Natürlich fällt es auch mir dann schwer, mich zu motivieren und mich nicht einfach auf die Couch zu legen. Aber wenn ich es dann schaffe zum Sport zu gehen und mich so richtig auszupowern, fühle ich mich danach einfach jedes Mal großartig. Dieses Gefühl nach dem Sport ist meine größte Motivation.

„You only regret the workouts you don´t do.“

Und da komme ich auch schon zum dritten Punkt: Fang einfach an oder geh einfach zum Sport, ohne lange darüber nachzudenken. Streiche Gedanken wie „Habe ich wirklich Lust?, Wäre es nicht schöner einfach nichts zu tun?…“ aus deinem Kopf. Pack deine Tasche und los geht’s. Wenn du noch einen kleinen Motivationsschub brauchst, denk dich nochmal in das Gefühl, das du danach haben wirst und vergleiche es mit dem Gefühl, welches du haben würdest wenn du nicht zum Sport gehst.

Fakt ist, dass sich Bewegung positiv auf unseren Gemütszustand auswirkt, da wir beim Sport jede Menge Endorphine ausschütten. Ich habe schon oft die Erfahrung gemacht, dass ich ohne Lust zum Sport gegangen bin und spätestens zehn Minuten nachdem ich angefangen habe, im „Flow“ war und gar nicht mehr aufhören wollte.

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Foto von Hannah Dennis

Damit du es wirklich schaffst, eine Sportroutine zu etablieren, solltest du nicht nur deine negativen Gedanken, sondern auch deine Ausreden verbannen. „Ich bin müde, ich kann das nicht, es regnet, es ist zu kalt/ heiß,…“ oder die Ausrede, die ich am häufigsten höre „Ich habe keine Zeit“. Wenn dir das nächste Mal solche Gedanken kommen, sag dir „Es ist mir nicht wichtig.“ und schau wie sich das anfühlt. Sport ist eine Priorität, die du dir setzt.

Dass ich auch oft müde und erschöpft bin, habe ich ja eben schon beschrieben. Und auch ich habe nicht viel Freizeit und schaffe es trotzdem fast täglich Sport zu treiben. Ich nehme mir oft meine Sportsachen mit zur Arbeit und fahre danach auf direktem Weg ins Fitnessstudio, ohne vorher nochmal nach Hause zu fahren. Wenn ich mal den ganzen Tag und Abend verplant bin und eigentlich keine Zeit habe, dann stehe ich eine halbe Stunde früher auf und gehe wenigstens eine kleine Runde laufen. Außerdem habe ich vor zwei Jahren mein Auto gegen ein Fahrrad eingetauscht und fahre seitdem fast jede Strecke mit dem Rad, wenn es geht.

Du siehst also, es muss nicht unbedingt immer das Fitnessstudio oder ein Sportverein sein, ein „aktiver Lebensstil“ ist oft schon ein guter Anfang.

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Foto von Hannah Dennis

Und da komme ich auch schon zum vorletzten Tipp für deine Sportroutine: Finde eine Sportart, die dir wirklich Spaß macht! Denn du wirst Sport nie langfristig machen, wenn du dich dazu zwingen musst und keinen Spaß daran finden kannst. Für den Einen ist es Yoga oder Kickboxen, für den Anderen Fahrradfahren, Laufen oder ein Tanzkurs. Folge keinen Fitnesstrends, sondern finde den Sport, der dich wirklich glücklich macht!

Ich brauche beispielsweise Vielfältigkeit im Sport und liebe es, im Fitnessstudio immer wieder andere Kurse zu besuchen. So frage ich mich jeden Tag aufs Neue, worauf ich heute Lust habe und was mir gut tun würde. Wenn ich gestresst bin, gehe ich gerne in Kampfsport- Kurse und wenn ich Entspannung brauche, ziehe ich Yoga vor. Mir hilft es, mich nicht auf eine Sportart festzulegen, sondern ganz individuell auf meine Bedürfnisse zu achten.

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Foto von Hannah Dennis

Als letzten und wichtigsten Punkt möchte ich dir mitgeben: Bleib dran!

Ich muss dir leider die Illusion nehmen, dass du es von heute auf morgen ohne Überwindung schaffen wirst regelmäßig Sport zu treiben und dir die Umstellung total leicht fallen wird. Wir brauchen in der Regel drei bis vier Wochen, um eine neue Routine in unseren Alltag zu etablieren. Solange heißt es Augen zu und durch! Aber du wirst schon nach wenigen Wochen eine Veränderung spüren und das wiederum wird dich motivieren dranzubleiben, da bin ich mir ganz sicher.

Und sollte es mal nicht so funktionieren, wie du es gerne hättest, sei nicht zu hart zu dir! Auch ich habe immer mal wieder Phasen, in denen ich einfach keine Lust auf Sport habe und mich dann auch nicht dazu zwinge. Ein gewisses Durchhaltevermögen ist gut und auch wichtig, aber die Freude an der Bewegung sollte für mich immer im Vordergrund stehen, denn ich mache Sport immer für und nicht gegen mich!

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Foto von Hannah Dennis

Ich fasse hier alle Tipps noch einmal kurz für dich zusammen:

  1. Warum möchtest du regelmäßig Sport treiben?
  2. Wie möchtest du dich dadurch fühlen?
  3. Tu es (ohne lange drüber nachzudenken).
  4. Weniger Ausreden.
  5. Finde eine Sportart, die dich wirklich glücklich macht.
  6. Bleib dran!

Was Sport für mich bedeutet

In diesem Artikel möchte ich dir erzählen welche Bedeutung Sport für mich hat und warum ich nicht immer ein gesundes Verhältnis zum Sport hatte.

Ich mache eigentlich schon mein Leben lang Sport, mal mehr und mal weniger. Als Kind probierte ich viele verschiedene Sportvereine aus, aber fand nie eine bestimmte Sportart für die ich mich langfristig begeistern konnte. Bis ich mit 16 Jahren zum ersten Mal mit einer Freundin ein Probetraining in einem Fitnessstudio machte und mich direkt anmeldete. Seitdem zähle ich Fitness zum meinem Hobby. Besonders gut gefiel es mir von Anfang an, ständig neue Kurse auszuprobieren und gemeinsam in der Gruppe zu schwitzen. So trainierte ich dann mehrmals die Woche, wenn ich Lust hatte, oder auch mal eine Woche gar nicht, wenn ich weniger Lust oder Zeit hatte. Ich machte Sport ausschließlich zum Spaß und nicht weil ich ein bestimmtes Ziel erreichen wollte, wodurch ich mir auch keinen Druck damit machte.

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Foto von Hannah Dennis

Das änderte sich, als ich ungefähr 22 Jahre alt war. Ich suchte zu der Zeit eine neue Herausforderung und fand sie im Sport. Zunächst wollte ich nur ausprobieren, was es mit meinem Körper macht, wenn ich häufiger und intensiver trainiere. Also besuchte ich zum ersten Mal einen Spinning- Kurs, weil ich hörte, dass der sehr anstrengend sein soll. Und weil mir das so gut gefiel, beschloss ich nun täglich für ein bis zwei Stunden ins Fitnessstudio zu gehen.

Ich sah schon nach kurzer Zeit Erfolge, steigerte mich von Woche zu Woche und fühlte mich großartig. Selbes schien ich auch auszustrahlen, denn ich wurde häufig von meinem Umfeld angesprochen und bekam Anerkennung für meine Disziplin. Ich war so euphorisiert von meiner Veränderung, dass mir die Umstellung überhaupt nicht schwer fiel und ich gerne jeden Tag nach der Arbeit zum Sport ging.

Ich bekam nicht genug, wollte immer noch besser werden und fand es nebenbei auch nicht schlecht, dass ich Gewicht verloren hatte, obwohl das nie mein Ziel war, da ich immer eine schlanke Figur hatte. So kam es dazu, dass ich zusätzlich anfing mich für Sporternährung zu interessieren, viel im Internet recherchierte und schließlich meine Ernährung umstellte. Ich achtete darauf weniger Kohlenhydrate und kein Fett mehr zu essen, wog meine Portionen genau ab und schrieb alles auf, was ich am Tag gegessen hatte. Neben dem Sport wurde die Ernährung somit zu meinem zweiten Hobby. An dieser Stelle muss ich erwähnen, dass das nichts mit Sporternährung zu tun hat, sondern eine stark kalorienreduzierte Diät ist! Und weil der Spinningtrainer ständig vom Nachbrenneffekt redete und davon, dass jemand der abnehmen möchte, am besten zwei Stunden nach dem Sport keine Kohlenhydrate essen sollte, habe ich das Abendessen einfach komplett weggelassen, um ganz sicher zu gehen, so viele Kalorien wie möglich zu verbrennen. Obwohl ich doch eigentlich gar nicht abnehmen wollte…

Zu diesem Zeitpunkt, das war etwa vier Monate nachdem ich mein „Sportexperiment“ gestartet hatte, steckte ich schon mitten in einer Sportsucht. Ich konnte mir keinen Tag mehr ohne Sport vorstellen, überlegte mir oft Ausreden um Verabredungen abzusagen, damit ich den Sport nicht ausfallen lassen musste und erhöhte mein Pensum schließlich auf zwei Einheiten pro Tag, indem ich morgens vor der Arbeit zusätzlich noch eine Stunde laufen ging. Ich erinnere mich an eine Woche im Sommer, in der ich neben meinem Vollzeitjob 21 Stunden Sport gemacht habe- in einer Woche! Das war zwar eine Ausnahme, aber auch 10- 15 Stunden sind für einen Hobbysportler sehr viel, vor allem wenn man nicht bereit ist, seinen Körper mit ausreichend Nahrung zu versorgen. Ich war natürlich längst untergewichtig und die anerkennenden Kommentare von Außen schlugen um in „Jetzt reicht es aber!“ „Iss mal mehr!“ „Das sieht nicht mehr gesund aus.“ … Ich wollte das alles natürlich nicht hören und sah mich auch ganz anders- schlank und fit, obwohl mein Gefühl inzwischen ein ganz anderes war. Aus dem anfänglichen Spaß am Sport wurde ein Zwang. So wie es Menschen gibt, die sich 60 Mal am Tag die Hände waschen müssen, musste ich täglich bis zur Erschöpfung Sport treiben, was für viele Menschen in meinem Umfeld unverständlich war.

Ich ging überhaupt nicht mehr gerne zum Sport. Jeden Abend, wenn ich das Studio betrat, dachte ich mir „Oh mein Gott, schon wieder dieser sch*** Laden.“ und konnte es trotzdem nicht lassen. Ich wurde immer schwächer und hatte keine Energie mehr, was auch ein Grund dafür war, dass ich nur noch zum Spinning ging, weil man das immerhin im Sitzen machen konnte und trotzdem ordentlich schwitzte.

Auch die Trainer wurden auf mich aufmerksam und sprachen mich auf meine Veränderung an. Ich werde nie vergessen, wie ein Trainer, den ich nur aus dem Kurs kannte, zu mir sagte: „Ich kann nicht mit ansehen, was du dir antust. Es tut mir weh dich so zu sehen.“ Und ein paar Tage später sprach mich die Studioleitung an und wies mich darauf hin, dass sie eine ärztliche Bescheinigung von mir verlangen muss, wenn ich weiterhin trainieren möchte, da sie mir ansonsten Hausverbot erteilen müsse.

Das war der Zeitpunkt, der mich das erste Mal ernsthaft nachdenken lassen hat, ob das Ganze so richtig ist. Alle Kommentare von Freunden, Arbeitskollegen oder der Familie brachten nichts, außer dass ich mich immer mehr zurückzog, wenn jemand versuchte auf mich einzureden. Aber wenn fremde Menschen, denen ich doch eigentlich egal sein konnte, mich schon darauf ansprachen, dann musste da doch vielleicht etwas dran sein.

Also machte ich einen Termin bei einem Sportmediziner, um mich einmal durchchecken zu lassen und mir die besagte Bescheinigung für mein Fitnessstudio zu holen. Die Bescheinigung bekam ich nicht. Was ich zwar befürchtet hatte aber bis dahin nicht wahr haben wollte, hatte ich nun Schwarz auf Weiß: Ich war nicht mehr gesund. Ich hatte innerhalb eines halben Jahres 10 Kilogramm abgenommen und damit einen BMI von 16 (normal sind 19- 24) und nur noch 2 Kilogramm Körperfett (normal sind bei einer Frau 11,3 kg- 14,7 kg). Das bedeutete, dass sich meine Muskulatur bereits zurückbildete, da ich nicht mehr ausreichend Energiereserven hatte und mein Körper sich die Energie aus den Muskeln genommen hat. Oder, wie es der Arzt ausgedrückt hat: Exzessiver Sport wäre lebensmüde!

Er sagte mir ebenfalls, dass bei mir kein körperliches Problem vorliegt, sondern ein psychisches und verwies mich an eine Therapeutin. Das ließ mich erst einmal schwer schlucken. Ich war immer der Meinung, solange ich Sport machen kann, kann es nicht so ernst sein und mit einer Psychotherapie hatte ich erst Recht nicht gerechnet.

Ich war geschockt, aber irgendwie auch erleichtert, da ich inzwischen selbst merkte, dass ich auch gar nicht mehr so weitermachen konnte. Ich beschloss also eine Therapie anzufangen und ging nach wenigen Gesprächen sogar stationär für drei Monate in eine Klinik, da mich selbst eine ambulante Therapie nicht gerettet hätte.

Das war ein sehr großer Schritt für mich, denn es bedeutete auch, dass ich von heute auf morgen überhaupt keinen Sport mehr machen durfte und mein Leben ganz neu strukturieren musste. Rückblickend kann ich sagen, dass es zwar kein leichter Schritt war, aber meine einzige Rettung. Ich ruinierte mich innerhalb eines Jahres und war die nächsten drei bis vier Jahre damit beschäftigt wieder gesund zu werden. Natürlich ist mir bewusst, dass meine Sportsucht nur ein Symptom für ein viel tiefer liegendes Problem war, an dem ich dann jahrelang arbeiten musste.
Mein Körper hat sich diese Sucht gesucht, um mir zu zeigen, dass etwas in mir aus dem Gleichgewicht geraten ist und genau das ist der Grund, weshalb ich heute dankbar für diese schwierige Zeit bin. Diese Erfahrung hat mich dazu gebracht, in mich zu schauen, mich mit mir und meiner Persönlichkeitsentwicklung zu beschäftigen und sie hat mich zu dem starken Menschen gemacht, der ich heute bin.

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„Be a warrior“ – Foto von Hannah Dennis

Heute hat Sport wieder eine völlig neue Bedeutung für mich.
Ich habe mir letztes Jahr einen Traum erfüllt und eine Fitnesstrainer- Ausbildung gemacht. Seitdem arbeite ich nebenbei als Trainerin und unterrichte Groupfitness- Kurse. Das macht mir nicht nur unheimlich viel Spaß, sondern gibt mir auch sehr viel zurück, wenn ich andere dazu motivieren kann, sich etwas Gutes zu tun und fit zu werden oder zu bleiben.
An meinem Trainerjob bin ich sehr gewachsen und habe viel Selbstbewusstsein dazugewonnen. Ich hätte mir früher niemals vorstellen können, als Trainerin vor einer Gruppe fremder Menschen zu performen. Dafür war ich viel zu zurückhaltend und unsicher. Als mein Trainer mich dann letztes Jahr fragte, ob ich nicht Lust hätte die Ausbildung zu machen, weil er sich das gut bei mir vorstellen könnte, war mein erster Gedanke „Ja, schön wär´s!“ Zugetraut habe ich es mir anfangs nicht, aber der Gedanke hat mich nicht in Ruhe gelassen und so machte ich die Ausbildung erstmal für mich, ohne das Ziel danach auch als Trainerin zu arbeiten. Doch ich bin sehr froh, dass ich einfach mal ins kalte Wasser gesprungen bin und es ausprobiert habe und mir damit mein Hobby zum (Neben-) Beruf gemacht habe.

Sport ist mir auch heute noch sehr wichtig, aber nicht mehr das Wichtigste! Ich habe wieder ein deutlich entspannteres Verhältnis zum Sport und trainiere nur noch so, wie es mir gut tut, versuche dabei auf meine Bedürfnisse zu achten und kann auch mal gut ohne Sport sein. Ich liebe das Gefühl, das beim Training durch meinen Körper strömt. Selten fühle ich mich lebendiger, kann meinen Körper mit jeder Zelle spüren und bin hinterher voller Lebensenergie. Aus Sport als Energieräuber wurde wieder mein Energiegeber, als Ausgleich zu meinem oft stressigen Alltag. Und es macht mich umso glücklicher, wenn ich andere mit meiner Leidenschaft für Bewegung anstecken kann.

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Foto von Hannah Dennis

Sport bedeutet für mich Lebendigkeit, Energie, Lebensfreude und Achtsamkeit.

Ich möchte noch einmal betonen, dass ich in diesem Artikel keine Abnehm- Tipps geben möchte! Aber mir war es wichtig zu schildern wie schmal oftmals der Grat von gesund zu ungesund ist und ich hoffe, ich konnte vermitteln, dass ich damals definitiv keinen gesunden Weg gegangen bin. Niemand sollte das Ziel haben, seinen Körper mit Sport zu quälen, sondern Sport vielmehr aus Selbstliebe heraus praktizieren.

Endlich unbeschwert essen!

In diesem Artikel sollst du mehr darüber erfahren, warum Diäten aus meiner Erfahrung scheitern und wie ich es geschafft habe, meine natürliche Ernährungsform zu finden.

Eines erstmal vorab: Auch ich ernähre mich nicht immer zu hundert Prozent vorbildlich und so wie ich es gerne hätte! Vor allem in Stresssituationen fällt es mir oft schwer, mit meinem Körper in Verbindung zu bleiben und der Schokolade zu widerstehen. Damit möchte ich dir den Druck nehmen, denn es geht nicht darum, sich an strikte Pläne zu halten, sondern vielmehr darum, seine Bedürfnisse zu beachten.

Nachdem ich jahrelang in der Diätmentalität gefangen war, bin ich heute heilfroh, diese hinter mir gelassen zu haben und endlich wieder „unbeschwert“ essen zu können. Wie ich das geschafft habe, sollst du jetzt erfahren.

Ich erinnere mich daran, dass Essen die ersten 22 Jahre meines Lebens keine Rolle für mich gespielt hat, es war mir einfach nicht wichtig. Ich habe gegessen, wenn ich hungrig war, worauf ich Lust hatte, oder was halt gerade zu Hause war, und habe aufgehört, wenn ich satt war. Vielleicht habe ich auch mal zu viel oder zu ungesund gegessen, aber es war nicht schlimm, weil ich nicht einen einzigen Gedanken daran verschwendet habe. Essen planen, abwiegen, im Restaurant einen Salat bestellen oder ein schlechtes Gewissen nachdem ich Süßigkeiten gegessen habe? Das gab es bei mir nicht. Ich gehörte wohl nicht gerade zu den gesündesten Essern, und trotzdem fehlte mir nichts, ich war gesund, schlank und habe mein Gewicht gehalten, ohne auf meine Ernährung zu achten.

Nach diesen beschriebenen 22 Jahren änderte sich etwas. Erst fing ich an, intensiver zu trainieren und damit kam schließlich auch das Interesse für „gesunde“ Ernährung, weil ich das Beste aus meinem Körper herausholen wollte. Ich fing plötzlich an, Lebensmittel wie Magerquark und Reiswaffeln zu essen, oder abends nach dem Sport die Mahlzeit komplett wegzulassen. Und schon steckte ich mitten in meiner ersten Diät, ohne dass ich diese bewusst geplant hatte, oder abnehmen wollte, sondern nur weil ich mich etwas gesünder ernähren wollte.

Damit begann ich meine Reise über Berge und Täler, von einer Diät zu nächsten, die ungefähr 5 Jahre andauerte. Vom radikalen Fasten über die 400 Kalorien- Crashdiät, dem 21 Tage- Programm bis zum Zuckerentzug war fast alles dabei; es gibt kaum eine Diät, die ich nicht ausprobiert habe.
Und welche ist denn nun DIE Wunderdiät? Wird der Eine oder Andere sich jetzt vielleicht fragen. Die Antwort ist kurz und womöglich enttäuschend: Keine! Ich als fleißiger Diättester kann heute mit etwas Abstand beurteilen, dass nicht eine der vielen Diäten langfristig etwas Positives gebracht hat. Ganz im Gegenteil, ich wog deutlich mehr als vor meiner Diätkarriere.

Das hast du von anderen vielleicht auch schonmal gehört, oder die Erfahrung sogar selbst machen müssen und es lässt sich auch ganz einfach erklären. Hierbei gibt es zwei Formen von Diäten. Bei der ersten und häufigsten Diätform geht man in ein Kaloriendefizit. Das heißt, man verbraucht durch seine Aktivität am Tag mehr Kalorien, als man durch Nahrung zu sich nimmt, mit dem Ziel der Gewichtsreduktion. Damit simulieren wir unserem Körper eine Hungerphase. Die Konsequenz ist, dass unser Körper Energie einspart. Nach anfänglichen Erfolgen geht das Gewicht oft nicht weiter nach unten, denn sobald wir etwas essen, füllt der Körper die Speicher wieder auf und wenn wir wieder normal, also außerhalb des Kaloriendefizits essen, nehmen wir schnell wieder zu (Jo- Jo- Effekt). Bei mir kamen nach jedem Defizit sogar schlimme Essanfälle hinzu, in denen sich mein Körper zurückholte, was ich ihm zuvor verwehrte. Es war ein Teufelskreis aus zu wenig bis gar nicht essen und viel zu viel essen, aus dem ich keinen Ausweg sah. Ich dachte, ich könnte nie wieder auf meinen Körper hören und ganz normal essen.

Die zweite Diätform ist der Verzicht auf bestimmte Lebensmittel oder Nährstoffe, wie zum Beispiel Kohlenhydrate, Zucker, …

„Stell dir jetzt auf gar keinen Fall einen rosa Elefanten vor!“

Oder denk mal an ein kleines Kind, das schreiend an der Supermarktkasse steht, weil es den Lolly nicht bekommt. Und plötzlich hat es keinen größeren Wunsch, als diesen einen Lolly.

Diese Beispiele verbildlichen, wie unser Unterbewusstsein auf Verzicht reagiert. „Ich darf das nicht- Ich will es!“ Wenn du dir also beispielsweise sagst „Ab morgen esse ich keine Schokolade mehr!“ Dann gibst du der Schokolade mehr Aufmerksamkeit, fokussierst dich darauf und wirst plötzlich überall Schokolade sehen und dein Verlangen wird größer denn je.
Glaubst du, dass du durch Verzicht langfristigen Erfolg haben kannst? Ich habe es nicht geschafft.

Wenn ich also am Kaloriendefizit und am Verzicht gescheitert bin, wie habe ich dann wieder abgenommen? Ganz einfach: Indem ich keine Diät mehr gemacht habe!

Ich bin vor etwas mehr als einem Jahr auf „Intuitives Essen“ gestoßen und war bereit mich auf ein neues Experiment einzulassen.

Intuitives Essen bedeutet:

  1. Iss, wenn du körperlich hungrig bist.
  2. Iss, was dir schmeckt und guttut.
  3. Iss langsam und achtsam.
  4. Höre auf zu essen, wenn du angenehm satt bist.

Als ich das las, hatte ich sofort Lust es auszuprobieren, da es die erste Ernährungsform war, von der ich hörte, bei der es keine Einschränkungen gab. Außerdem beschrieb es genau die Ernährung, die ich vor meiner Diätkarriere hatte. Etwas Sorge hatte ich dennoch, dass das Ganze wieder in einem riesigen Essanfall enden würde, wenn ich mir ab sofort all die „bösen“ Lebensmittel erlaube, die ich mir die letzten Jahre verboten hatte. Aber ein Versuch war es wert und so ging ich los und kaufte ein wie früher, als ich von zu Hause ausgezogen war und alles in den Einkaufswagen legte, was mich spontan ansprach.

Natürlich funktionierte es nicht von Anfang an reibungslos. Auch intuitives Essen muss man lernen, gerade wenn man kaum noch ein Hunger- oder Sättigungsgefühl spüren kann. Aber es lohnt sich! Ich trat langsam wieder in Verbindung mit meinem Körper, achtete auf meinen Hunger, spürte Sättigung und auch wenn ich mich mal überessen hatte.

Was mir in dieser Umstellungsphase geholfen hat:

  1. Freue dich auf Lebensmittel, die du dir lange verboten hast
  2. Achte auf deine Bedürfnisse: „Was brauche ich jetzt wirklich?“
  3. Vertraue deinem Körper
  4. Verzeih dir, wenn es mal nicht gut läuft

Ich kann gut verstehen, dass es anfangs eine Hürde ist, aus Angst wieder zuzunehmen. Aber du wirst sehen, dass du dich langsam mit deinem Körper einspielst und mit ihm, statt gegen ihn arbeitest.

Mir fällt es auch heute noch manchmal schwer, vor allem in Stresssituationen, bei mir zu bleiben und emotionalen Hunger von körperlichem Hunger zu unterscheiden. Welchen Tipp ich dir für solche schwierigen Momente noch mitgeben kann: Denk dich mal in die Zeit zurück, in der du noch ganz intuitiv essen konntest und frage dich „Wie hätte ich es da gemacht?“.

Es geht mir nicht darum, immer vorbildlich zu essen. Genau wie ich in anderen Lebenslagen nicht perfekt bin, bin ich es bei der Ernährung auch nicht. Ich kann nur aus meiner Erfahrung sprechen, dass es ein unglaublich freies Gefühl ist, sich nicht mehr ständig Gedanken ums Essen machen zu müssen und auch nichts mehr abwiegen oder Kalorien zählen zu müssen.
Intuitives Essen scheint für mich die einzige sinnvolle Ernährungsform zu sein, weil es nunmal die natürlichste ist, mit der wir schon auf die Welt kommen.

Nicht ohne Grund scheitern über 90 Prozent aller Diäten und ich wünsche mir, den Einen oder Anderen, der diesen Artikel liest, zum Umdenken anzuregen

* Foto von Hannah Dennis

„Du bist was du isst!“

In diesem Artikel möchte ich darüber berichten, welche Bedeutung Ernährung für mich hat und wie sich das im Laufe der Zeit verändert hat.

Vorab kann ich verraten, dass es eine lange Zeit in meinem Leben gab, in der Essen mehr Feind als Freund für mich war und ich mir gewünscht habe, das Essensbedürfnis einfach abzustellen.

Aber fange ich mal von Vorne an. Von meiner Kindheit bis ins frühe Erwachsenenalter war Ernährung nie ein Thema für mich. Ich habe mich weder gefragt, was gesund oder ungesund ist, noch irgendwelche Diäten gemacht und würde mich zu dieser Zeit als „Intuitiven Esser“ beschreiben.
Das änderte sich, als ich mir eine neue Herausforderung im Sport suchte und anfing mehr zu trainieren. Damit stieg auch mein Interesse für „gesunde“ Ernährung, denn ich dachte ich könnte durch eine Ernährungsumstellung noch mehr aus meinem Körper rausholen und meinen sportlichen Erfolg steigern. So fing ich also an, mein Toast oder Crunchy- Müsli am Morgen durch Magerquark mit Süßstoff und Beeren zu ersetzen und Kalorien zu zählen. Ich wog jede Mahlzeit aufs Gramm genau ab und schrieb alles, was ich gegessen hatte in ein kleines Buch, um den Überblick über meine Kalorienaufnahme zu behalten. Diese Umstellung fiel mir überhaupt nicht schwer. Ich hatte Spaß daran, meine Ernährung zu kontrollieren und würde sogar sagen, es ist neben dem täglichen Sport zu meinem Hobby geworden. Ich sah sehr schnelle körperliche Erfolge, fühlte mich anfangs fit und bekam viele Komplimente für mein Aussehen und meine Disziplin.

Ehe ich mich versehen konnte, stecke ich mitten in einer Essstörung. Ich war so motiviert durch meine körperliche Veränderung, dass ich mich immer weiter optimieren wollte und immer weniger aß. So wurden aus der Anerkennung von Außen schnell Kommentare wie „Jetzt reicht es aber.“ Oder „Ich habe dir Kuchen mitgebracht, du kannst es vertragen.“

Essen ist zu einem zentralen Punkt in meinem Leben geworden und ich konnte die Kontrolle nicht mehr loslassen, obwohl es mir längst nicht mehr gut ging. Ich verlor meine Energie und Lebensfreude, alles erschien mir belastend und anstrengend. Schließlich wurde bei mir Anorexie (Magersucht) diagnostiziert und ich musste eine lange Therapie machen, da ich es ohne Hilfe nicht geschafft hätte.
Nach dem Klinikaufenthalt schlug meine Ernährung eine andere Richtung ein. Ich hatte das Gefühl mein Essverhalten und damit auch meinen Körper nicht mehr kontrollieren zu können und fühlte mich durch diesen Kontrollverlust emotional immer schlechter. So entwickelte sich aus der Anorexie ein Binge Eating (emotionales Essen). Es war, als würde sich mein Körper all die „bösen“ Lebensmittel zurückholen, die ich mir zuvor verboten hatte und ich wollte mich plötzlich nur noch von Süßigkeiten ernähren. Meine anfängliche Disziplin schlug also um in maßlose Völlerei. Zu diesem Zeitpunkt begann meine Reise von einer Diät zur nächsten, da ich mich mit meiner starken Gewichtszunahme nicht zufrieden geben wollte und mir meine Kontrolle zurückwünschte. Ich scheiterte jedoch jedes Mal kläglich. Jeder Verzicht führte wieder zu schlimmen Essanfällen und am Ende wog ich immer mehr als vorher. Ich war zu dieser Zeit sehr verzweifelt und verlor den Glauben an mich. Ich konnte einfach nicht verstehen, wie ich damals so diszipliniert sein konnte und nun das komplette Gegenteil der Fall war.

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Apfel oder Eis?

Essen war einerseits die größte Befriedigung für mich und andererseits hasste ich es und wünschte mir den Essensdrang einfach abstellen zu können, weil es mich jedes Mal noch unglücklicher machte.

Es war ein jahrelanger Leidensweg und ich kann gar nicht genau sagen, zu welchem Zeitpunkt es wieder in eine andere Richtung ging.

Ich fing an, mich sehr intensiv mit mir auseinanderzusetzen und arbeitete an meiner inneren Einstellung. Dadurch wurde ich insgesamt gelassener. Hinzu kamen neue Projekte, auf die ich meine Aufmerksamkeit lenkte und somit dem Essen wieder weniger Aufmerksamkeit schenkte. Man kann sagen, dass ich nach und nach immer gleichgültiger wurde, was das Essen angeht, da ich in den vergangen Jahren immer wieder gescheitert war und keine Kraft mehr hatte weiter diesen Weg der Extreme zu gehen. Mein Wunsch war und ist es, ganz normal und intuitiv zu essen, wie ich es bis zum Einstieg in meine Sportlaufbahn gemacht habe.

Heute kann ich sagen, dass ich es geschafft habe und auf einem sehr guten Weg bin. Ernährung ist mir wichtig, ich interessiere mich nach wie vor sehr für das Thema und versuche ständig dazuzulernen. So habe ich in diesem Jahr beispielsweise eine Ausbildung zur Ernährungsberaterin gemacht und besuche regelmäßig Seminare zu verschiedenen Ernährungsthemen.

Ich versuche mich größtenteils gesund zu ernähren, esse aber genauso gerne auch mal Süßigkeiten oder Fast Food. Ich ernähre mich seit meinem siebten Lebensjahr vegetarisch und heute sogar zu 90% vegan. 90% weil ich mir nichts mehr verbieten möchte und es mir widerstrebt mich an strikte Regeln zu halten. Ernährung ist so ein breit gefächertes Thema, bei dem es für mich kein Schwarz oder Weiß gibt. Jeder hat andere Bedürfnisse und muss für sich individuell herausfinden, was das Richtige für ihn ist. Ich bin sehr froh und dankbar, dass ich meine Diätreise beendet habe und mittlerweile unbeschwert essen kann.

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Heute bedeutet Ernährung für mich vor allem Selbstliebe und Achtsamkeit, denn sie hilft mir, mich mit meinem Körper zu verbinden, meine Bedürfnisse zu spüren und ihm das zu geben was er wirklich braucht.