Endlich unbeschwert essen!

In diesem Artikel sollst du mehr darüber erfahren, warum Diäten aus meiner Erfahrung scheitern und wie ich es geschafft habe, meine natürliche Ernährungsform zu finden.

Eines erstmal vorab: Auch ich ernähre mich nicht immer zu hundert Prozent vorbildlich und so wie ich es gerne hätte! Vor allem in Stresssituationen fällt es mir oft schwer, mit meinem Körper in Verbindung zu bleiben und der Schokolade zu widerstehen. Damit möchte ich dir den Druck nehmen, denn es geht nicht darum, sich an strikte Pläne zu halten, sondern vielmehr darum, seine Bedürfnisse zu beachten.

Nachdem ich jahrelang in der Diätmentalität gefangen war, bin ich heute heilfroh, diese hinter mir gelassen zu haben und endlich wieder „unbeschwert“ essen zu können. Wie ich das geschafft habe, sollst du jetzt erfahren.

Ich erinnere mich daran, dass Essen die ersten 22 Jahre meines Lebens keine Rolle für mich gespielt hat, es war mir einfach nicht wichtig. Ich habe gegessen, wenn ich hungrig war, worauf ich Lust hatte, oder was halt gerade zu Hause war, und habe aufgehört, wenn ich satt war. Vielleicht habe ich auch mal zu viel oder zu ungesund gegessen, aber es war nicht schlimm, weil ich nicht einen einzigen Gedanken daran verschwendet habe. Essen planen, abwiegen, im Restaurant einen Salat bestellen oder ein schlechtes Gewissen nachdem ich Süßigkeiten gegessen habe? Das gab es bei mir nicht. Ich gehörte wohl nicht gerade zu den gesündesten Essern, und trotzdem fehlte mir nichts, ich war gesund, schlank und habe mein Gewicht gehalten, ohne auf meine Ernährung zu achten.

Nach diesen beschriebenen 22 Jahren änderte sich etwas. Erst fing ich an, intensiver zu trainieren und damit kam schließlich auch das Interesse für „gesunde“ Ernährung, weil ich das Beste aus meinem Körper herausholen wollte. Ich fing plötzlich an, Lebensmittel wie Magerquark und Reiswaffeln zu essen, oder abends nach dem Sport die Mahlzeit komplett wegzulassen. Und schon steckte ich mitten in meiner ersten Diät, ohne dass ich diese bewusst geplant hatte, oder abnehmen wollte, sondern nur weil ich mich etwas gesünder ernähren wollte.

Damit begann ich meine Reise über Berge und Täler, von einer Diät zu nächsten, die ungefähr 5 Jahre andauerte. Vom radikalen Fasten über die 400 Kalorien- Crashdiät, dem 21 Tage- Programm bis zum Zuckerentzug war fast alles dabei; es gibt kaum eine Diät, die ich nicht ausprobiert habe.
Und welche ist denn nun DIE Wunderdiät? Wird der Eine oder Andere sich jetzt vielleicht fragen. Die Antwort ist kurz und womöglich enttäuschend: Keine! Ich als fleißiger Diättester kann heute mit etwas Abstand beurteilen, dass nicht eine der vielen Diäten langfristig etwas Positives gebracht hat. Ganz im Gegenteil, ich wog deutlich mehr als vor meiner Diätkarriere.

Das hast du von anderen vielleicht auch schonmal gehört, oder die Erfahrung sogar selbst machen müssen und es lässt sich auch ganz einfach erklären. Hierbei gibt es zwei Formen von Diäten. Bei der ersten und häufigsten Diätform geht man in ein Kaloriendefizit. Das heißt, man verbraucht durch seine Aktivität am Tag mehr Kalorien, als man durch Nahrung zu sich nimmt, mit dem Ziel der Gewichtsreduktion. Damit simulieren wir unserem Körper eine Hungerphase. Die Konsequenz ist, dass unser Körper Energie einspart. Nach anfänglichen Erfolgen geht das Gewicht oft nicht weiter nach unten, denn sobald wir etwas essen, füllt der Körper die Speicher wieder auf und wenn wir wieder normal, also außerhalb des Kaloriendefizits essen, nehmen wir schnell wieder zu (Jo- Jo- Effekt). Bei mir kamen nach jedem Defizit sogar schlimme Essanfälle hinzu, in denen sich mein Körper zurückholte, was ich ihm zuvor verwehrte. Es war ein Teufelskreis aus zu wenig bis gar nicht essen und viel zu viel essen, aus dem ich keinen Ausweg sah. Ich dachte, ich könnte nie wieder auf meinen Körper hören und ganz normal essen.

Die zweite Diätform ist der Verzicht auf bestimmte Lebensmittel oder Nährstoffe, wie zum Beispiel Kohlenhydrate, Zucker, …

„Stell dir jetzt auf gar keinen Fall einen rosa Elefanten vor!“

Oder denk mal an ein kleines Kind, das schreiend an der Supermarktkasse steht, weil es den Lolly nicht bekommt. Und plötzlich hat es keinen größeren Wunsch, als diesen einen Lolly.

Diese Beispiele verbildlichen, wie unser Unterbewusstsein auf Verzicht reagiert. „Ich darf das nicht- Ich will es!“ Wenn du dir also beispielsweise sagst „Ab morgen esse ich keine Schokolade mehr!“ Dann gibst du der Schokolade mehr Aufmerksamkeit, fokussierst dich darauf und wirst plötzlich überall Schokolade sehen und dein Verlangen wird größer denn je.
Glaubst du, dass du durch Verzicht langfristigen Erfolg haben kannst? Ich habe es nicht geschafft.

Wenn ich also am Kaloriendefizit und am Verzicht gescheitert bin, wie habe ich dann wieder abgenommen? Ganz einfach: Indem ich keine Diät mehr gemacht habe!

Ich bin vor etwas mehr als einem Jahr auf „Intuitives Essen“ gestoßen und war bereit mich auf ein neues Experiment einzulassen.

Intuitives Essen bedeutet:

  1. Iss, wenn du körperlich hungrig bist.
  2. Iss, was dir schmeckt und guttut.
  3. Iss langsam und achtsam.
  4. Höre auf zu essen, wenn du angenehm satt bist.

Als ich das las, hatte ich sofort Lust es auszuprobieren, da es die erste Ernährungsform war, von der ich hörte, bei der es keine Einschränkungen gab. Außerdem beschrieb es genau die Ernährung, die ich vor meiner Diätkarriere hatte. Etwas Sorge hatte ich dennoch, dass das Ganze wieder in einem riesigen Essanfall enden würde, wenn ich mir ab sofort all die „bösen“ Lebensmittel erlaube, die ich mir die letzten Jahre verboten hatte. Aber ein Versuch war es wert und so ging ich los und kaufte ein wie früher, als ich von zu Hause ausgezogen war und alles in den Einkaufswagen legte, was mich spontan ansprach.

Natürlich funktionierte es nicht von Anfang an reibungslos. Auch intuitives Essen muss man lernen, gerade wenn man kaum noch ein Hunger- oder Sättigungsgefühl spüren kann. Aber es lohnt sich! Ich trat langsam wieder in Verbindung mit meinem Körper, achtete auf meinen Hunger, spürte Sättigung und auch wenn ich mich mal überessen hatte.

Was mir in dieser Umstellungsphase geholfen hat:

  1. Freue dich auf Lebensmittel, die du dir lange verboten hast
  2. Achte auf deine Bedürfnisse: „Was brauche ich jetzt wirklich?“
  3. Vertraue deinem Körper
  4. Verzeih dir, wenn es mal nicht gut läuft

Ich kann gut verstehen, dass es anfangs eine Hürde ist, aus Angst wieder zuzunehmen. Aber du wirst sehen, dass du dich langsam mit deinem Körper einspielst und mit ihm, statt gegen ihn arbeitest.

Mir fällt es auch heute noch manchmal schwer, vor allem in Stresssituationen, bei mir zu bleiben und emotionalen Hunger von körperlichem Hunger zu unterscheiden. Welchen Tipp ich dir für solche schwierigen Momente noch mitgeben kann: Denk dich mal in die Zeit zurück, in der du noch ganz intuitiv essen konntest und frage dich „Wie hätte ich es da gemacht?“.

Es geht mir nicht darum, immer vorbildlich zu essen. Genau wie ich in anderen Lebenslagen nicht perfekt bin, bin ich es bei der Ernährung auch nicht. Ich kann nur aus meiner Erfahrung sprechen, dass es ein unglaublich freies Gefühl ist, sich nicht mehr ständig Gedanken ums Essen machen zu müssen und auch nichts mehr abwiegen oder Kalorien zählen zu müssen.
Intuitives Essen scheint für mich die einzige sinnvolle Ernährungsform zu sein, weil es nunmal die natürlichste ist, mit der wir schon auf die Welt kommen.

Nicht ohne Grund scheitern über 90 Prozent aller Diäten und ich wünsche mir, den Einen oder Anderen, der diesen Artikel liest, zum Umdenken anzuregen

* Foto von Hannah Dennis

„Du bist was du isst!“

In diesem Artikel möchte ich darüber berichten, welche Bedeutung Ernährung für mich hat und wie sich das im Laufe der Zeit verändert hat.

Vorab kann ich verraten, dass es eine lange Zeit in meinem Leben gab, in der Essen mehr Feind als Freund für mich war und ich mir gewünscht habe, das Essensbedürfnis einfach abzustellen.

Aber fange ich mal von Vorne an. Von meiner Kindheit bis ins frühe Erwachsenenalter war Ernährung nie ein Thema für mich. Ich habe mich weder gefragt, was gesund oder ungesund ist, noch irgendwelche Diäten gemacht und würde mich zu dieser Zeit als „Intuitiven Esser“ beschreiben.
Das änderte sich, als ich mir eine neue Herausforderung im Sport suchte und anfing mehr zu trainieren. Damit stieg auch mein Interesse für „gesunde“ Ernährung, denn ich dachte ich könnte durch eine Ernährungsumstellung noch mehr aus meinem Körper rausholen und meinen sportlichen Erfolg steigern. So fing ich also an, mein Toast oder Crunchy- Müsli am Morgen durch Magerquark mit Süßstoff und Beeren zu ersetzen und Kalorien zu zählen. Ich wog jede Mahlzeit aufs Gramm genau ab und schrieb alles, was ich gegessen hatte in ein kleines Buch, um den Überblick über meine Kalorienaufnahme zu behalten. Diese Umstellung fiel mir überhaupt nicht schwer. Ich hatte Spaß daran, meine Ernährung zu kontrollieren und würde sogar sagen, es ist neben dem täglichen Sport zu meinem Hobby geworden. Ich sah sehr schnelle körperliche Erfolge, fühlte mich anfangs fit und bekam viele Komplimente für mein Aussehen und meine Disziplin.

Ehe ich mich versehen konnte, stecke ich mitten in einer Essstörung. Ich war so motiviert durch meine körperliche Veränderung, dass ich mich immer weiter optimieren wollte und immer weniger aß. So wurden aus der Anerkennung von Außen schnell Kommentare wie „Jetzt reicht es aber.“ Oder „Ich habe dir Kuchen mitgebracht, du kannst es vertragen.“

Essen ist zu einem zentralen Punkt in meinem Leben geworden und ich konnte die Kontrolle nicht mehr loslassen, obwohl es mir längst nicht mehr gut ging. Ich verlor meine Energie und Lebensfreude, alles erschien mir belastend und anstrengend. Schließlich wurde bei mir Anorexie (Magersucht) diagnostiziert und ich musste eine lange Therapie machen, da ich es ohne Hilfe nicht geschafft hätte.
Nach dem Klinikaufenthalt schlug meine Ernährung eine andere Richtung ein. Ich hatte das Gefühl mein Essverhalten und damit auch meinen Körper nicht mehr kontrollieren zu können und fühlte mich durch diesen Kontrollverlust emotional immer schlechter. So entwickelte sich aus der Anorexie ein Binge Eating (emotionales Essen). Es war, als würde sich mein Körper all die „bösen“ Lebensmittel zurückholen, die ich mir zuvor verboten hatte und ich wollte mich plötzlich nur noch von Süßigkeiten ernähren. Meine anfängliche Disziplin schlug also um in maßlose Völlerei. Zu diesem Zeitpunkt begann meine Reise von einer Diät zur nächsten, da ich mich mit meiner starken Gewichtszunahme nicht zufrieden geben wollte und mir meine Kontrolle zurückwünschte. Ich scheiterte jedoch jedes Mal kläglich. Jeder Verzicht führte wieder zu schlimmen Essanfällen und am Ende wog ich immer mehr als vorher. Ich war zu dieser Zeit sehr verzweifelt und verlor den Glauben an mich. Ich konnte einfach nicht verstehen, wie ich damals so diszipliniert sein konnte und nun das komplette Gegenteil der Fall war.

Processed with VSCO with f2 preset
Apfel oder Eis?

Essen war einerseits die größte Befriedigung für mich und andererseits hasste ich es und wünschte mir den Essensdrang einfach abstellen zu können, weil es mich jedes Mal noch unglücklicher machte.

Es war ein jahrelanger Leidensweg und ich kann gar nicht genau sagen, zu welchem Zeitpunkt es wieder in eine andere Richtung ging.

Ich fing an, mich sehr intensiv mit mir auseinanderzusetzen und arbeitete an meiner inneren Einstellung. Dadurch wurde ich insgesamt gelassener. Hinzu kamen neue Projekte, auf die ich meine Aufmerksamkeit lenkte und somit dem Essen wieder weniger Aufmerksamkeit schenkte. Man kann sagen, dass ich nach und nach immer gleichgültiger wurde, was das Essen angeht, da ich in den vergangen Jahren immer wieder gescheitert war und keine Kraft mehr hatte weiter diesen Weg der Extreme zu gehen. Mein Wunsch war und ist es, ganz normal und intuitiv zu essen, wie ich es bis zum Einstieg in meine Sportlaufbahn gemacht habe.

Heute kann ich sagen, dass ich es geschafft habe und auf einem sehr guten Weg bin. Ernährung ist mir wichtig, ich interessiere mich nach wie vor sehr für das Thema und versuche ständig dazuzulernen. So habe ich in diesem Jahr beispielsweise eine Ausbildung zur Ernährungsberaterin gemacht und besuche regelmäßig Seminare zu verschiedenen Ernährungsthemen.

Ich versuche mich größtenteils gesund zu ernähren, esse aber genauso gerne auch mal Süßigkeiten oder Fast Food. Ich ernähre mich seit meinem siebten Lebensjahr vegetarisch und heute sogar zu 90% vegan. 90% weil ich mir nichts mehr verbieten möchte und es mir widerstrebt mich an strikte Regeln zu halten. Ernährung ist so ein breit gefächertes Thema, bei dem es für mich kein Schwarz oder Weiß gibt. Jeder hat andere Bedürfnisse und muss für sich individuell herausfinden, was das Richtige für ihn ist. Ich bin sehr froh und dankbar, dass ich meine Diätreise beendet habe und mittlerweile unbeschwert essen kann.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Heute bedeutet Ernährung für mich vor allem Selbstliebe und Achtsamkeit, denn sie hilft mir, mich mit meinem Körper zu verbinden, meine Bedürfnisse zu spüren und ihm das zu geben was er wirklich braucht.

Wie sich mein Wunsch entwickelt hat, Coach zu werden

Logo_final_Schwarz
„Hilfe, nicht noch ein Coach!“ Wird der eine oder andere jetzt sagen, da sich dieser Beruf in den letzten Jahren regelrecht zu einem Trend entwickelt hat und sich theoretisch jeder, auch ohne entsprechende Ausbildung, Coach nennen darf, weil es sich um keinen geschützten Beruf handelt. Daher mag ich die Bezeichnung „Coach“ nicht sonderlich und würde mich vielleicht eher als Wegbegleiter, Zuhörer, Gesprächspartner, Motivator oder Ähnliches bezeichnen.

Der Wunsch andere auf ihrem Weg in ein glücklicheres, gesünderes und erfüllteres Leben zu begleiten, entstand eigentlich schon vor vier Jahren, im Jahr 2014.
Zu der Zeit ging es mir selbst sehr schlecht, ich war am tiefsten Punkt meines bisherigen Lebens angekommen und mir war nicht klar ob und wie ich da jemals wieder rauskommen kann.

Zu der Zeit fasste ich einen Entschluss: Wenn ich es irgendwann schaffen sollte, wollte ich mich für andere, vor allem für junge Frauen, einsetzten, denen es ähnlich geht wie mir zu dieser Zeit. Ich wollte, dass ich das alles nicht umsonst durchlebe und war davon überzeugt, dass diese Erfahrungen einen tieferen Sinn haben werden.

Dann verschwand dieser Gedanke erstmal wieder in den Hintergrund, da ich die nächsten zwei bis drei Jahre nur mit mir und meiner Genesung beschäftigt war.

Heute kann ich voller Dankbarkeit sagen, dass ich es geschafft habe. Natürlich bleibt da die Sensibilität, die Verletzlichkeit und vielleicht kommt auch nochmal ein kleiner Rückschlag. Aber es geht um das Grundgefühl, welches heute ein völlig anderes ist. Von Hass, Trauer und Hoffnungslosigkeit hin zu Glück, Liebe und Vertrauen. Ich habe das Gefühl, ich kann diesen Abschnitt nun hinter mir lassen und da kam der Wunsch von früher wieder in mir hoch. Es war nicht nur eine kurze Träumerei, sondern ein tiefer Wunsch, der sich immer mehr in mir gefestigt hat. Wenn ich es geschafft habe, können andere es auch schaffen und ich möchte sie gerne dabei unterstützen.

Zudem wurde mein Bedürfnis immer größer, etwas Sinnvolles zu tun. Ich möchte nicht einfach nur arbeiten, um meine Miete zahlen zu können, ohne jegliche Passion für meinen Beruf. Ich möchte meine Erfahrungen nutzen, um anderen dabei helfen zu können ihren Weg zu finden und ein erfülltes Leben zu führen. So entschied ich mich schließlich für eine zertifizierte Ausbildung zum systemischen Coach und Prozessbegleiter und freue mich auf die Menschen, die ich auf ihrer Reise in ein glücklicheres, gesünderes und erfülltes Leben begleiten darf.

Grenzen existieren nur in deinem Kopf

Ich möchte hier einen Gedanken mit euch teilen, den mir kürzlich eine Trainerin mitgegeben hat. Als alle Teilnehmer nach einer harten Trainingseinheit erschöpft am Boden lagen, fragte sie in die Runde: „Wer setzt euch Grenzen?“ Und ich antwortete prompt: „Wir uns selbst.“
Oft geben wir auf, sobald es anstrengend wird, denken wir schaffen es nicht, sind nicht gut genug. Wie oft machen wir Dinge nicht, weil wir oder andere nicht an uns glauben? Wenn wir uns ständig sagen, dass wir etwas nicht schaffen, dann können wir es auch nicht schaffen. Die Wahrheit ist jedoch, dass wir alles schaffen können, wenn wir es wirklich wollen. Grenzen existieren nur in unseren Köpfen, entstanden durch Angst oder falsche Glaubenssätze.

Grenzenlos

Als Kinder trauen wir uns noch groß zu denken, wir wollen Astronauten, Sängerin oder Weltverbesserer werden und zweifeln nicht an unseren Träumen. Mit dem Heranwachsen wird uns dann immer öfter eigeredet, das sei unrealistisch, das schafft man doch sowieso nicht und „lerne lieber etwas Vernünftiges“. So hören wir schließlich auf, groß zu träumen, weil wir uns selbst sagen, dass unsere Träume unrealistisch sind und wir uns diese niemals erfüllen können. Dass das nicht wahr ist, beweist alleine die Tatsache, dass es Astronauten, Sänger und Menschen gibt, die in der Welt etwas Großes bewegen, zu denen wir aufschauen und denken „So wäre ich auch gerne, ABER …“.
Wie wäre es denn, wenn wir uns unsere Träume niemals ausreden ließen? Wenn wir felsenfest davon überzeugt wären, dass wir alles was wir uns vorstellen, auch in die Realität holen können? Wären wir dann da, wo wir heute sind? Vermutlich nicht.
Natürlich ist es einfacher, wenn wir den Rückhalt der Familie haben und unser Umfeld an uns und unser Vorhaben glaubt. Wenn das nicht so ist, ist das jedoch kein Grund aufzugeben. Sag dir „Jetzt erst recht“ oder „Ich werde es euch beweisen“ und sieh es als Motivation.

„If you can dream it, you can do it.“  -Walt Disney

Am Trainingsbeispiel lässt sich das sehr gut erkennen. Wenn wir uns sagen „Das habe ich noch nie geschafft; das traue ich mir nicht zu; das kann ich nicht, …“ dann versuchen wir es oft gar nicht erst, machen weiterhin das, was wir am besten können und bleiben immer auf dem Trainingslevel, auf dem wir zu diesem Zeitpunkt sind.
Um besser zu werden, müssen wir über unsere Grenzen hinausgehen; die Komfortzone verlassen und unsere Schwächen trainieren. Ein Läufer kann sich seine Grenze bei 21 Kilometern setzen und jahrelang den Halbmarathon laufen, weil er noch nie weiter gelaufen ist und sich nicht vorstellen kann eine längere Strecke zu laufen. Oder er meldet sich eines Tages für den Marathon an und arbeitet sich Kilometer für Kilometer nach oben. Im Ziel wird er dafür mit dem unglaublichen Gefühl von „Ich habe es geschafft!“ belohnt.

Das lässt sich nicht nur auf den Sport beziehen, sondern auf unser ganzes Leben.
Bau dir keine Mauern, wo du sie nicht brauchst.
Glaube an dich; du kannst alles schaffen!

IMG_9092

 

Seite 1

Wie beginnt man so eine Seite?
Was sollte in dem ersten Artikel stehen?
Ich habe keine Ahnung.
Ich habe keine Ahnung wo diese Reise hingeht; habe kein konkretes Ziel vor Augen. Muss ich das? Nein! Wichtig ist, einfach erstmal anzufangen, einen Fuß vor den anderen zu setzen und Vertrauen in das zu haben, was ich tue.

Ich weiß nicht wirklich, ob sich das hier jemals irgendjemand durchlesen wird, doch ich hatte immer diesen einen Traum: Irgendwann möchte ich mit meiner Geschichte rausgehen, möchte mich und meine Erfahrungen mitteilen und im besten Fall den Einen oder Anderen inspirieren.

Irgendwann. Wenn ich mehr Zeit habe, oder wenn es sich irgendwie ergibt… Doch wie bei so vielen Dingen im Leben gibt es auch hierfür nicht den richtigen Zeitpunkt. Wie oft saß ich abends nach Feierabend auf der Couch und habe mir gedacht „Heute könnte ich mal etwas schreiben.“ und habe es dann doch nicht getan, weil ich zu kaputt war, oder weil es ja schon so spät war und ich lieber ins Bett gehen sollte, oder weil ich dann doch stundenlang auf Instagram hängen blieb. Es gibt viele Ausreden und wenn ich auf den richtigen Zeitpunkt warte, um endlich anzufangen, tue ich es womöglich nie.

So platzen Träume wie Seifenblasen, weil ich mich vom eigentlich langweiligen Fernsehprogramm berieseln lasse oder weil ich mein unaufgeregtes Leben auf Social Media mit den wesentlich spannender erscheinenden Leben fremder Menschen vergleiche und mir denke „So etwas würde ich auch gerne mal machen…“ Wer oder was hält mich denn davon ab? Ich bin es selbst! Es sind die Zweifel und Gewohnheiten, der fehlende Mut. Ich alleine bin dafür verantwortlich, wenn ich nicht das Leben lebe, welches ich gerne leben möchte. Ich halte mich zurück, weil es vielleicht bequemer oder unkomplizierter ist einfach so weiterzumachen wie bisher. Aber ich weiß, dass ich noch lange nicht an meinem Ziel angekommen bin. Ich stehe noch ganz am Anfang meiner Reise ins Ungewisse.
Eine Reise, die Mut erfordert, weil sie holprig werden könnte, aber vielleicht werde ich am Ende mit einem tollen Sonnenaufgang an einem einzigartigen Ort belohnt. Meine Neugier ist stärker als die Zweifel und Ängste und lässt mich nun endlich losgehen.

Bis jetzt ist da bloß ein sanftes Gefühl, wie eine leise Stimme, die mir immer wieder ins Ohr flüstert: „Celina, geh los. Es ist wichtig, dass du das tust. Vertrau dir, es wird gut!“ Ich habe lange gewartet, aber nun habe ich mich entschieden zu vertrauen. Oft bin ich gesteuert von meinem Verstand, von meinen Zweifeln, überdenke und plane alles bis ins kleinste Detail. Doch das Leben hat mir schon oft gezeigt, dass es sich nicht planen lässt. Es hält immer wieder neue Überraschungen und Abenteuer für uns bereit; stellt uns vor Herausforderungen- das ist Leben.

Also warum sollte ich schon jetzt, ganz am Anfang, einen genauen Plan haben, um später festzustellen, dass das alles ja so nicht funktioniert und enttäuscht die Flinte ins Korn zu schmeißen. Ich habe eine Vision, die mir sagt, dass ich meinen kleinen Teil zu einer besseren Welt beitragen möchte und lasse mich auf meinem Weg dorthin vom Leben überraschen.

_MG_4348.jpg
Fotos von Hannah Dennis

 

Fang an!
Geh los!
Tue etwas!
Sei neugierig!
Hab Vertrauen!
Lass dich überraschen!