Keine Lust auf Sport!

Wie du es schaffen kannst, dich regelmäßig zum Sport zu motivieren.

Du möchtest tägliche Bewegung in deinen Alltag integrieren, aber dir fehlt einfach die Motivation, um anzufangen und auch langfristig dranzubleiben? Dann kommen hier meine sechs Tipps für dich, wie du es schaffen kannst eine Sportroutine zu entwickeln.

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Foto von Hannah Dennis

Zu Beginn ist es erstmal wichtig herauszufinden, was du dir von regelmäßigem Sport erhoffst. Welches Ziel möchtest du erreichen? Möchtest du dich allgemein fitter fühlen, deine Kraft oder Ausdauer verbessern oder vielleicht ein wenig abnehmen? Warum möchtest du regelmäßig Sport treiben?

Ich möchte dir einen wichtigen Hinweis für deine Zielfindung mitgeben: Fang klein an! Zu große Ziele bewirken meistens das Gegenteil und demotivieren uns schnell, wenn wir das Gefühl haben das Ziel nicht erreichen zu können. Ich würde dir also nicht raten mit 20 kg Gewichtsverlust oder ab heute täglichen Sport anzufangen. Wenn du gerade mit dem Sport anfängst, ist es doch schon ein Fortschritt mit einer wöchentlichen Einheit anzufangen und wenn dein Körper sich darauf eingestellt hat, kannst du dein Ziel ein wenig steigern. Oder falls du dich einfach etwas vitaler fühlen möchtest, kannst du dich fragen, wie du dir einen aktiveren Lebensstil aneignen kannst, indem du ab jetzt zum Beispiel immer die Treppen anstatt den Aufzug nimmst.

Frage dich also nicht nur, was dein Ziel ist, sondern auch ob es realistisch ist.

Schreib dein Ziel am besten auf ein Blatt Papier, damit du dich immer wieder daran erinnern kannst.

Als ich vor zwölf Jahren mit Fitness angefangen habe, wollte ich mich einfach nur ein wenig fitter fühlen und etwas für meine Gesundheit tun. Das änderte sich nach ein paar Jahren, als ich ehrgeizige sportliche Ziele verfolgte und immer härter trainierte. Heute kann ich das Ganze wieder deutlich gelassener angehen und mache regelmäßig Sport als Ausgleich zu meinem stressigen Alltag, um gesund zu bleiben, aus Selbstliebe und als Trainerin natürlich auch, um andere mit meiner Leidenschaft für Bewegung anzustecken.

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Foto von Hannah Dennis

Als nächsten Schritt kannst du dir einmal vorstellen, du hast dein Ziel schon erreicht und schaffst es nun regelmäßig Sport zu treiben. Was hat sich dadurch in deinem Leben verändert? Wie fühlst du dich durch deine Veränderung? Versuch dich genau in diese Situation hineinzuversetzen und schreibe auch deine Gefühle gerne auf den Zettel zu deinem Ziel.

Wenn ich regelmäßig Sport treibe, fühle ich mich lebendig, glücklich, energiegeladen und stehe viel mehr in Kontakt mit meinem Körper. Gerade an Tagen, an denen nichts so läuft, wie ich es gerne hätte und wenn ich mich müde und ausgelaugt fühle, brauche in Sport umso mehr. Natürlich fällt es auch mir dann schwer, mich zu motivieren und mich nicht einfach auf die Couch zu legen. Aber wenn ich es dann schaffe zum Sport zu gehen und mich so richtig auszupowern, fühle ich mich danach einfach jedes Mal großartig. Dieses Gefühl nach dem Sport ist meine größte Motivation.

„You only regret the workouts you don´t do.“

Und da komme ich auch schon zum dritten Punkt: Fang einfach an oder geh einfach zum Sport, ohne lange darüber nachzudenken. Streiche Gedanken wie „Habe ich wirklich Lust?, Wäre es nicht schöner einfach nichts zu tun?…“ aus deinem Kopf. Pack deine Tasche und los geht’s. Wenn du noch einen kleinen Motivationsschub brauchst, denk dich nochmal in das Gefühl, das du danach haben wirst und vergleiche es mit dem Gefühl, welches du haben würdest wenn du nicht zum Sport gehst.

Fakt ist, dass sich Bewegung positiv auf unseren Gemütszustand auswirkt, da wir beim Sport jede Menge Endorphine ausschütten. Ich habe schon oft die Erfahrung gemacht, dass ich ohne Lust zum Sport gegangen bin und spätestens zehn Minuten nachdem ich angefangen habe, im „Flow“ war und gar nicht mehr aufhören wollte.

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Foto von Hannah Dennis

Damit du es wirklich schaffst, eine Sportroutine zu etablieren, solltest du nicht nur deine negativen Gedanken, sondern auch deine Ausreden verbannen. „Ich bin müde, ich kann das nicht, es regnet, es ist zu kalt/ heiß,…“ oder die Ausrede, die ich am häufigsten höre „Ich habe keine Zeit“. Wenn dir das nächste Mal solche Gedanken kommen, sag dir „Es ist mir nicht wichtig.“ und schau wie sich das anfühlt. Sport ist eine Priorität, die du dir setzt.

Dass ich auch oft müde und erschöpft bin, habe ich ja eben schon beschrieben. Und auch ich habe nicht viel Freizeit und schaffe es trotzdem fast täglich Sport zu treiben. Ich nehme mir oft meine Sportsachen mit zur Arbeit und fahre danach auf direktem Weg ins Fitnessstudio, ohne vorher nochmal nach Hause zu fahren. Wenn ich mal den ganzen Tag und Abend verplant bin und eigentlich keine Zeit habe, dann stehe ich eine halbe Stunde früher auf und gehe wenigstens eine kleine Runde laufen. Außerdem habe ich vor zwei Jahren mein Auto gegen ein Fahrrad eingetauscht und fahre seitdem fast jede Strecke mit dem Rad, wenn es geht.

Du siehst also, es muss nicht unbedingt immer das Fitnessstudio oder ein Sportverein sein, ein „aktiver Lebensstil“ ist oft schon ein guter Anfang.

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Foto von Hannah Dennis

Und da komme ich auch schon zum vorletzten Tipp für deine Sportroutine: Finde eine Sportart, die dir wirklich Spaß macht! Denn du wirst Sport nie langfristig machen, wenn du dich dazu zwingen musst und keinen Spaß daran finden kannst. Für den Einen ist es Yoga oder Kickboxen, für den Anderen Fahrradfahren, Laufen oder ein Tanzkurs. Folge keinen Fitnesstrends, sondern finde den Sport, der dich wirklich glücklich macht!

Ich brauche beispielsweise Vielfältigkeit im Sport und liebe es, im Fitnessstudio immer wieder andere Kurse zu besuchen. So frage ich mich jeden Tag aufs Neue, worauf ich heute Lust habe und was mir gut tun würde. Wenn ich gestresst bin, gehe ich gerne in Kampfsport- Kurse und wenn ich Entspannung brauche, ziehe ich Yoga vor. Mir hilft es, mich nicht auf eine Sportart festzulegen, sondern ganz individuell auf meine Bedürfnisse zu achten.

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Foto von Hannah Dennis

Als letzten und wichtigsten Punkt möchte ich dir mitgeben: Bleib dran!

Ich muss dir leider die Illusion nehmen, dass du es von heute auf morgen ohne Überwindung schaffen wirst regelmäßig Sport zu treiben und dir die Umstellung total leicht fallen wird. Wir brauchen in der Regel drei bis vier Wochen, um eine neue Routine in unseren Alltag zu etablieren. Solange heißt es Augen zu und durch! Aber du wirst schon nach wenigen Wochen eine Veränderung spüren und das wiederum wird dich motivieren dranzubleiben, da bin ich mir ganz sicher.

Und sollte es mal nicht so funktionieren, wie du es gerne hättest, sei nicht zu hart zu dir! Auch ich habe immer mal wieder Phasen, in denen ich einfach keine Lust auf Sport habe und mich dann auch nicht dazu zwinge. Ein gewisses Durchhaltevermögen ist gut und auch wichtig, aber die Freude an der Bewegung sollte für mich immer im Vordergrund stehen, denn ich mache Sport immer für und nicht gegen mich!

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Foto von Hannah Dennis

Ich fasse hier alle Tipps noch einmal kurz für dich zusammen:

  1. Warum möchtest du regelmäßig Sport treiben?
  2. Wie möchtest du dich dadurch fühlen?
  3. Tu es (ohne lange drüber nachzudenken).
  4. Weniger Ausreden.
  5. Finde eine Sportart, die dich wirklich glücklich macht.
  6. Bleib dran!

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